Inhalt

Monatsarchiv: November 2008

Heroes

13. November 2008

(Achtung: Der folgende Post enthält Spoiler für die zweite Staffel von «Heroes».)

Liegt das an mir oder wird Heroes in letzter Zeit immer schlechter? Nicht nur die Flugeffekte sind echt mies (sorry, aber die Serie ist aktuell und, so denke ich, beliebt genug, dass man sich da mehr leisten könnte – und wenn nicht, sollte man keine ultrateure Serie mit allerlei Superkräften drehen), auch der letzte Dialog zwischen Hiro und seinem Vater wirkte – möglicherweise ob der deutschen Synchronisation; das Original kenne ich nicht – auf mich doch arg gestellt.

Hinzu kommen einige, meiner Ansicht nach, absolut nicht nachvollziehbare Handlungsweisen einzelner Charaktere… erst will Claire mit West nichts zu tun haben, blockt jegliche ‹Annäherungsversuche› von ihm ab und ist im Zweifelsfall eher angenervt, aber kaum fliegt er mit ihr ein bisschen rum, sind sie zusammen? Also bitte.

Und welchen Grund genau hat West noch mal, um Claire der Spionage zu beschuldigen? Dass sie sich jeglichem Kontakt mit ihm entziehen und ihre Selbstheilungskräfte vor ihm geheimhalten wollte? Klar, ist ja auch total verdächtig, so ein Verhalten. Die muss angeheuert worden sein!

Ehrlich gesagt finde ich das ziemlich hanebüchen. Genauso wie die übliche Erklärung «Es ist mein Schicksal, XYZ zu tun.» (sowas mag ich generell nicht). Oder noch besser: «Ich kann den Tod meines Vaters nicht verhindern, obwohl ich es kann, denn in den Lauf der Zeit kann/darf man nicht eingreifen!» – LOL? Er ist ja nur zufällig in der Vergangenheit rumgereist und hat ein bisschen am Lauf der Geschichte gepfuscht. Und warum genau darf er noch mal seine Kräfte nicht einsetzen, um seinen Vater zu retten, aber um zu erfahren, wer ihn ermordet hat?

Ich bin damals nur zufällig dazu gekommen, mir die erste Folge anzuschauen, habe seitdem aber (nahezu) keine verpasst. Es ist zwar nicht meine Lieblingsserie, aber ich fand sie nett genug, um sie weiter anzusehen. Was ich vermutlich auch immer noch tun werde, obwohl ich den Eindruck habe, die Qualität nimmt irgendwie ab. Vielleicht war sie aber auch noch nie so hoch.

Und dann ist der ganze Mist auch noch geschnitten

Zunehmender Überwachungswahn

12. November 2008

Nicht nur in Deutschland nimmt der Überwachungswahn in zunehmendem Maße seltsame, wenn nicht gar erschreckende Dimensionen an. Zur Vorratsdatenspeicherung und der bevorstehenden Änderung des BKA-Gesetzes brauch ich wohl nicht mehr viel zu schreiben, das dürfte mittlerweile bekannt sein (was es nicht besser macht).

Etwas ähnliches wie die Datenspeicherung wollen sie jetzt anscheinend auch in Großbritannien einführen. Dazu soll mittels «Black Boxes» nicht nur der Internet-Traffic, sondern auch dessen Inhalt gespeichert werden. Im relativ überwachungsverliebten Vereinigten Königreich überrascht mich das zwar zugegebenermaßen nicht sonderlich, Sorgen bereitet es mir dennoch – insbesondere die Gelassenheit, mit der das ganze anscheinend mal wieder vom Durchschnittsbürger hingenommen wird. Ich erinnere mich noch, wie sich bei einem Schottlandbesuch meinerseits grade über die geplante Einführung von Personalausweisen aufgeregt wurde… natürlich mit dem Überwachungsargument. Und das bei den ganzen Kameras, die dort an jeder Ecke hängen. Verkehrte Welt?

In Australien soll dafür jetzt der erste Internetfilter in einen westlichen Staat kommen (oder gibt es schon woanders einen? Ich zumindest kenne bisher nur die China-Firewall, aber das ist ja auch kein Rechtsstaat da drüben). Anscheinend soll es da wohl eine Art Kindersicherung geben, die man optional zuschalten kann sowie einen nicht abschaltbaren Generalfilter. Na wenn das mal nicht aus freiheitlichen Idealen geboren wurde.

Während man also in Australien versucht, die Leute vor dem bösen Internet zu «beschützen», muss in Südkorea anscheinend das Internet vor wildernden Menschenmassen geschützt werden. Jedenfalls darf man sich dort nur noch mit Klarnamen in Webforen anmelden. Scheint übrigens auch gar keine so neue Idee zu sein.

Österreich erhöht zwar nicht die Netzüberwachung, dafür werden Drogendelikte ab sofort in einer Datenbank gespeichert, zu der auch nur die Polizei, das Gesundheitsministerium, Bezirksverwaltungsbehörden, Staatsanwaltschaften, Gerichte, das Verteidigungsministerium, das Bundesheer, das Innenministerium, Gewerbebehörden und das Wirtschaftsministerium Zugriff haben sollen. Na also, sind doch gar nicht so viele.

Wenn das so weitergeht, kann man Netzneutralität wohl auch hierzulande bald vergessen… besonders bei dem regen Interesse an freiheitlichen Werten auf der Welt (oder habe nur ich den Eindruck, dass Zensur und sonstige Einschränkung von Rechten kaum jemanden interessiert?). Freiheit ist aber auch was gefährliches, wovor man die armen kleinen unmündigen Bürgerlein schützen muss. Wo kämen wir denn sonst auch hin?

Zum Abschluss noch was lustiges (leider auch nur durch Ironie): Premiere des neuen Bond-Films durch DRM verhindert.

Snuff

09. November 2008

Im neusten Buch von Chuck Palahniuk geht es um Pornos. Ich will gar nicht wissen, wie viele sich der Autor dafür im Vorfeld als «Recherche» ansehen ‹musste›. Die Ausführungen machen nämlich autorentypisch den Eindruck ausführlicher Beschäftigung mit dem besprochenen Thema.

Leider hat der Roman außerdem nicht so viele interessante Aspekte zu bieten wie andere Bücher von Herrn Palahniuk. Natürlich gibt es auch eine Handlung mit allem drum und dran, in der einige der Teilnehmer des Pornomarathons, um den es im Roman geht, näher vorgestellt und ihre Beweggründe und Charaktere dargelegt werden.

Ein wenig ekliges gibt es natürlich auch wieder zu Hauf. Seien es nun die detallierten Beschreibungen der Pornofilme oder von Sheila’s Haarschuppen, es ist besimmt für jeden was dabei. Übrigens rücken diese Schilderungen meinem ganz persönlichen Empfinden nach in diesem Werk sogar ein wenig mehr in den Vordergrund als in den meisten anderen von Chuck.

Aber – irgendwas fehlt. Dieses eine kleine bisschen besonderes, das Chuck’s Bücher – neben seinem umwerfenden Schreibstil – so hervorhebt. Als erstes Wort fällt mir dafür «Gesellschaftskritik» ein, auch wenn es nicht genau das ist, was ich suche. Jemand, der andere Bücher von ihm kennt, weiß vielleicht, was gemeint ist.

Trotzdem ist «Snuff» deswegen nicht automatisch ein schlechtes Buch. Es ist eben bloß nicht so gut wie seine anderen.

WordPress-Plugins

06. November 2008

Hier mal ein kurzer Überblick über die (überaschaubare Menge an) Plugins, die ich hier zur Zeit am Laufen habe. «Warum das ganze?» mag sich eventuell jemand fragen – nun ja, eigentlich ganz einfach:

  1. Ich schreib einfach gern drüber. So.
  2. Um auf die Plugins, die ich benutze, aufmerksam zu machen – Werbung quasi, das Zeug ist schließlich umsonst. Genau so, wie ich auch einen Link zu WordPress unten stehen hab.
  3. Vielleicht findet das ganze ja jemand, der mit WordPress auch erst anfängt und (noch) keine Zeit/Lust hat, sich durch ewig lange Plugin-Listen zu wühlen, irgendwie hilfreich (und falls nicht, habe ich wenigstens meinen Spaß gehabt – siehe Punkt 1).

Da das jetzt geklärt wäre, fange ich mal an. Übrigens überlege ich schon, ob ich den Beitrag als statische Seite ausgliedern oder von dort irgendwie verlinken und dann immer aktualisieren soll… mal sehen.
 

All in one SEO-Pack
Kann zu jedem Artikel einzeln Meta-Daten (Beschreibung, Schlüsselwörter) erzeugen. Keine Ahnung, ob es irgendwas bringt (von Google-Pagerank 8457865756 auf 8457865755?), aber ich find’s dennoch irgendwie nett, meine Einträge mit ein paar Keywords versehen zu können.

Automatic Upgrade
Wie der Name schon sagt – ermöglicht das mehr oder weniger automatische updaten auf eine aktuelle WordPress-Version (inklusive Erstellung von Backups). Habe es bisher erst einmal nutzen müssen (bei zwei unterschliedlichen Blogs, allerdings Upgrade auf die gleiche Version), da hat’s jedoch problemlos funktioniert.

Clean Umlauts
Wandelt Umlaute in Titeln in die entsprechenden Umschriften um. Sehr nützlich, auch wenn ich die Umschrift vom «ß» frecherweise mal von «sz» auf «ss» gestellt hab – mag es nun richtig sein oder nicht, alles andere erscheint mir seltsam.

Simple Trackback Validation
Ich gestehe, dass ich noch nicht die Gelegenheit hatte, dieses Plugin auszuprobieren. Was hauptsächlich daran liegt, dass ich seit der Installation noch keinen Trackback-SPAM bekommen habe (worüber ich mich im übrigen nicht beschweren will) – denn zum Rausfiltern/Löschen von unechten Trackbacks ist das Plugin da.

Yet another WordPress Anti-SPAM Plugin
YAWASP habe ich ja bereits in einem anderen Eintrag erwähnt – bis jetzt musste sich auch dieses noch nicht bewähren. Allerdings scheint mir das Konzept schlüssig und zudem kommt es ohne jede Form nerviger Captchas aus, was es mir umso sympathischer macht.
 

So, das war’s jetzt erstmal, mehr Plugins habe ich nämlich nicht. Falls aber jemand noch irgendwelche tollen Empfehlungen haben sollte, immer raus damit!

Good old Games

05. November 2008

Seit heute bin ich nun also auch auf der öffentlichen Beta von GoG.com registriert. Gekauft habe ich bisher zwar noch nichts (hätte ohnehin keine Zeit, es zu spielen – zudem steigt der Dollar grade wieder und ich bin, wie üblich, knapp bei Kasse), aber mindestens zwei Titel stehen schon mal auf meiner imaginären Einkaufsliste… und, sofern sich System Shock noch dazu gesellen sollte (was ich stark hoffe), auch noch ein dritter.

Übrigens muss ich an dieser Stelle noch mal eine Lanze für das Konzept der Seite brechen. Ich find’s echt cool, dass es einem so vereinfacht wird, an alte Spieleperlen ranzukommen (perfekt, wenn man mal etwas verpasst hat und nachholen will – was mir übrigens ständig passiert). Natürlich ist es Geschmackssache, was nun eine «Perle» ist und was nicht… aber so im Großen und Ganzen denke ich, dass man sich auf einen halbwegs konsistenten Rahmen einigen könnte.

Wie dem auch sei, besonders lobenswert finde ich – neben den relativ niedrigen Preisen (nur Schnäppchen aus der Grabbelkiste sind manchmal billiger) – übrigens den vollkommenen Verzicht auf jegliche DRM-Maßnahmen sowie die Laufgarantie unter Windows XP und Vista. Endlich wird man als Käufer mal nicht bevormundet, verarscht und prophylaktisch verdächtigt. Dafür gibt’s von mir auf jeden Fall ein fettes Plus! Ich mag’s nämlich gar nicht, als – potentieller – zahlender Kunde auch noch schlechter dazustehen als die ach so bösen Kopierer Schrägstrich Kinderschändermördervergewaltiger.

Muss man sich für Ehrlichkeit und den Willen, ein Produkt mit dem eigenen Ersparten zu unterstützen, wirklich verarschen lassen? Ich finde: Nein. Daher ein Hoch auf CD Projekt und GoG… und alle anderen, die auf DRM scheißen und sich lieber der Vernunft versklaven.

Ich gestehe allerdings, dass ich mit dem Erwerb rein immaterieller digitaler Güter mit echtem, realen Geld immer noch so meine liebe Not habe… aller Freiheit von Kopierschutzmaßnahmen zum Trotz.

(Übrigens danke an Harzzach, der mich überhaupt erst auf Good old Games aufmerksam gemacht hat.)

SPAM-Schutz

03. November 2008

Chris kann anscheinend Gedanken lesen… grade, als ich anfange, mir Gedanken um eine adäquate Schutzvorrichtung vor SPAM mache und mir diese, einst auf Nerdcore erwähnte Methode einfällt, postet er doch glatt einen Beitrag dazu. Yay! Danke schön. So musste ich nicht selber suchen.

Bei mir läuft nun also auch – hoffentlich erfolgreich – YAWASP.