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Monatsarchiv: Januar 2009

Mehr Demokratie in Hamburg

31. Januar 2009

Nachdem das durch einen Volksentscheid eingeführte Wahlrecht noch vor der Wahl durch die CDU geändert wurde, gibt es nun einen neuen Versuch, eben dieses Wahlrecht per - nun verbindlichem - Volksentscheid (wieder) durchzusetzen. Bis 12. Februar müssen dafür 61 834 Unterschriften gesammelt werden.

Hier kann man das ganze unterstützen und als Briefwahl beantragen.

Filesharing per Mail?

31. Januar 2009

Wie ich so neulich auf gulli las, kam mir eine - zugegebenermaßen vermutlich nicht sehr originelle - Idee, die ich euch trotzdem nicht vorenthalten möchte.

Und zwar dachte ich mir, wie im obigen Beitrag schon angedeutet, dass man ja eigentlich einen Account bei einem Freemail-Anbieter für Filesharing-Zwecke nutzen könnte. Es müsste sich doch nur jemand einen Account bei einem beliebigen Freemail-Anbieter (aufgrund des ca. 7GB umfassenden Speicherplatzes drängt sich Googlemail dabei ja gradezu auf… aber ich schweife ab) erstellen, dessen Nutzername und Passwort keinerlei Verbindung zur eigenen Person aufweisenen - natürlich sollte man dabei entsprechende Anonymisierungsdienste zum Verschleiern der IP benutzen - und diese dann (mehr oder weniger) öffentlich zugänglich machen. Danach kann man dort dann so viele Dateien ‹parken›, wie man möchte. Und jeder, der sich einloggt, könnte sie runterladen…

Ist das nicht irgendwie verlockend? Man könnte sogar Wunschlisten und dergleichen anlegen, wie in einem klitzekleinen Forum… selbstverständlich könnte man kein riesengroßes Dateiarchiv anlegen - nicht mit ein paar Gigabyte (wenn überhaupt). Andererseits kann man sich ja auch einfach mehrere Benutzerkonten anlegen.

Klassischer Fall von Self-Pwnage

31. Januar 2009

Muhahahaha… das beste Argument gegen Kopierschutzvorrichtungen jeglicher Art hat die Content-Industrie mal wieder selbst geliefert: Gears of War läuft aufgrund des Kopierschutzes seit dem 29. nicht mehr.

*prust*

Kommt mir irgendwie bekannt vor…

25. Januar 2009

Das Europawahlprogramm der Grünen bzw. zumindest die entsprechende Meldung auf heise (man möge mir verzeihen, dass ich mir nicht gleich das komplette Programm durchgelesen hab) liest sich eigentlich fast wie das Programm der Piratenpartei (auch wenn die bisher keine Kultur-Flatrate fordern). Nicht, dass ich das schlecht fände - je mehr sich mit diesen Themen auseinandersetzen und sie auch noch unterstützen, umso besser!

Allerdings hab ich bei den Grünen mittlerweile so meine Zweifel, ob die das auch ernst meinen… oder eher: ob sie das später auch einlösen würden (unabhängig davon, was die sich jetzt denken). Die Erfahrung spricht leider eher dagegen. Schade eigentlich.

Was im Übrigen nicht heißen soll, dass ich diese Forderungen und Ideen so pauschal unterstützen würde. An so manchem Punkt habe ich dann doch noch meine Zweifel (namentlich diese Kultur-Flatrate… das riecht mir irgendwie zu sehr nach GEZ, ob mit oder ohne 2.0).

Miranda vs. Psi - Die Rückkehr

24. Januar 2009

Da ich die beiden Programme jetzt schon seit einiger Zeit mehr oder weniger parallel testen konnte, muss ich doch noch mal einige Worte zum Thema verlieren.

Ich bin ja auf meinem Hauptrechner - wie schon erwähnt - von Psi auf Miranda umgestiegen aufgrund dessen OTR-Unterstützung. Trotz weniger Jabber-Kontakte hatte ich sogar schon mal Gelegenheit, diese auszuprobieren. Ich bin mir aber noch immer nicht ganz sicher, ob auch alles korrekt funktioniert hat, da ich beispielsweise nie aufgefordert wurde, irgendwelche Fingerprints zu überprüfen oder geteilte Geheimnisse einzugeben, obwohl das in fast jedem Tutorial so nachzulesen ist.

Davon abgesehen haben sich aber mittlerweile auch ein paar andere Vor- und Nachteile der beiden Klienten herauskristallisiert. Zwei davon finde ich persönlich besonders nervig - zum einen funktioniert die Übermüttlung von verschlüsselten Offline-Nachrichten mit dem SecureIM-Plugin nicht korrekt, so dass der Empfänger jedesmal nur verschlüsselten Buchstabensalat erhält (dies scheint nicht mal zu funktionieren, wenn man die Verschlüsselung für Offline-Messages komplett ausschaltet).

Außerdem will, zumindest bei mir, die Dateiübertragung partout nicht funktionieren - weder zu Miranda, noch Psi oder Pidgin (oder umgekehrt), während ich damit bei Psi keinerlei Probleme hatte oder habe. Allerdings konnte ich in den umfangreichen Optionen von Miranda keine Einstellungsmöglichkeit für einen File-Transfer-Port finden, so dass es sein könnte, dass dieser ganz einfach von meinem Router blockiert wird. Allein, ich habe keine Ahnung, welcher das sein könnte.

Bei Psi hingegen habe ich immer noch das Problem, dass das Programm immer automatisch in ein Chat-Fenster springt, sobald man eine Nachricht erhält - auch, wenn diese Option im Menü eigentlich ausgeschaltet hat. Sehr irritierend,w enn man grade versucht, jemandem eine Nachricht zu schreiben und dabei ständig die Fenster hin- & herspringen. Hinzu kommt natürlich die nicht vorhandene OTR-Unterstützung.

Die große Anpassungsfähigkeit Mirandas an den eigenen Geschmack ist hingegen ein eher zweischneidiges Schwert - zum einen kann man sich das Programm tatsächlich nahezu komplett persönlich einrichten, andererseits muss man das auch fast schon, um es halbwegs vernünftig (d.h. mit den gängigen Funktionen eines Instant Messengers) nutzen zu können. Was auch der Grund ist, weswegen ich auf den meisten anderen von mir verwendeten Rechnern noch Psi verwende - keine Lust, alles noch mal einzurichten *g*

Und weil’s so lustig war, hier noch mal die Vor- und Nachteile in tabellarischer Form:
 

Miranda IM

+ OTR
+ sehr anpassbar
+ Verschlüsselung kann, sofern möglich, standardmäßig eingeschaltet werden
- nur für Windows
- File Transfer funktioniert nicht
- Probleme beim Übertragen von verschlüsselten Offline-Nachrichten
- zu Beginn viele Anpassungen nötig, die in den meisten anderen Programmen bereits vorhanden sind
- einloggen nur mit einem Account zur Zeit möglich (gibt Plugins)
 

Psi

+ Multi-Plattform
+ mehrere Accounts gleichzeitig nutzbar
+ einige nützliche Funktionen standardmäßig implementiert
- keine OTR-Unterstützung
- Verschlüsselung muss für jede Session manuell eingeschaltet werden
- Programm springt automatisch zu einem Fenster, wenn dort eine Nachricht erhalten wird
- weniger Personalisierungsmöglichkeiten
 

Und zum Schluss ein Überblick über meine kompletten Messenger-Eskapaden:

Bürgermeister von Hohenstein (Brandenburg) wird Pirat

23. Januar 2009

Der Ortsvorsteher von Hohenstein in Brandenburg und gleichzeitig Stadtverordneter in Strausberg (dessen Teil Hohenstein ist), Jens Knoblich, ist der Piratenpartei beigetreten.

Hier steht’s (und hier noch mal von ihm selbst).

(Er hatte Ende letzten Jahres schon mal was zu den Piraten geschrieben.)

Indizierung von Weblogs - Zensur ja oder nein? (Update)

23. Januar 2009

Wie ja gestern auf unterschiedlichen Seiten zu lesen war, hat die BPjM den Blog einer Pro-Ana indiziert. Die Meinungen, ob es sich dabei tatsächlich um handfeste Zensur handelt, gehen durchaus auseinander.

Formell handelt es sich bei einer Indizierung natürlich nicht um «Zensur» im eigentlichen Wortsinn, da nur Minderjährigen der Zugang verwehrt wird (oder werden soll). De facto ist es aber trotzdem oft so, dass betroffene Inhalte dadurch letztendlich komplett verschwinden, z.B. durch entsprechende Veröffentlichungspolitik bei kommerziellen Angeboten (Spiele, Filme etc.), da sich indizierte Medien ohne Werbung eben einfach nicht mehr vermarkten lassen, was dann letztendlich natürlich auch Auswirkungen auf die Zugänglichkeit für Erwachsene hat. Hinzu kommt, dass viele Ladenketten gar keine indizierten Medien mehr führen.

Bei Internetseiten (die ja auch schon länger auf dem Index landen können, nicht erst seit gestern) ist das noch mal eine etwas andere Sache, da diese ja in der Regel nicht verkauft werden. Hier eine Altersverifizierung einzubauen (soweit ich mich informieren konnte, ist in Deutschland dafür nur das PostIdent-Verfahren zulässig) kostet natürlich nicht nur Zeit sondern eventuell auch Geld. Da es sich bei der Inhaberin des Weblogs selbst auch noch um eine Miderjährige handelt, frage ich mich, ob sowas für sie rechtlich gesehen überhaupt möglich wäre (und ist ihr der Besuch ihrer eigenen Webseite dann nicht eigentlich auch verboten?).

Wie dem auch sei. Dass ich generell nicht viel vom Index oder der BPjM halte, dürfte bekannt sein (falls nicht - jetzt wisst ihr’s). Unabhängig davon kommt man sich aber schon arg zensiert vor, wenn man in zig Berichten über die Indizierung liest, einem durch Nichtverlinkung aber die Möglichkeit genommen wird, sich eine eigene Meinung zu bilden. Egal, welches Alter. Und es ist nun einmal alles andere als praktibale, im Internet irgendwelche Altersverifizierungen einzuführen - das widerspricht meines Erachtens dem Konzept des Internets an sich.

Viel skandalöser finde ich allerdings, dass Suchmaschinen wie Google Seiten entsprechend diesen Jugendschutzbestimmungen filtern (wobei das auch nichts wirklich neues ist). Zu erkennen sind diese Filterungen in der Regel an folgender Mitteilung:

Aus Rechtsgründen hat Google x Ergebnis(se) von dieser Seite entfernt. Weitere Informationen über diese Rechtsgründe finden Sie unter ChillingEffects.org.

Und warum sind die Listen C&D mit den indizierten Medien auch für Volljährige nicht zugänglich? Sowas würde ich schon mal als de facto Zensur ansehen (und es ist mir dabei vollkommen egal, ob ich entsprechende Websites theoetisch noch aufrufen kann). Überhaupt nützt es im Grunde keinem, wenn eine Website indiziert wird. Zumal ich es für Schwachsinn halte, Kinder/Jugendliche im Gegensatz fur Erwachsenen wie unmündige Deppen zu behandeln, die durch das Ansehen einer Internetseite mehr oder weniger automatisch indoktriniert werden. Psychische Krankheiten sind ohnehin weniger ‹ansteckend›, auch wenn ich natürlich nicht leugnen will, dass entsprechende Angebote ohnehin gefährdeten/betroffenen Individuen zusätzlichen Anreiz bieten können.

Dennoch - letztendlich muss man die Seiten dafür selbst lesen (meist sogar erstmal suchen, da die ja auch nicht wie Pilze aus dem Boden wachsen und an jeder Ecke angeboten werden) und ja, ich traue auch Minderjährigen zu, solche Entscheidungen für sich selbst zu treffen und Inhalte entsprechend einzuordnen und zu verstehen. Solange ein Kind über derlei Dinge informiert und aufgeklärt ist, dürfte sich sowieso keinerlei Verständnisproblem ergeben.

Und bloß, weil ein bestehendes Gesetz solcherlei Eingriffe erlaubt, ist es deswegen noch lange kein gutes Gesetz.

Zu guter Letzt: Der Blog war wohl auf Blogspot (unter ana-hanna.blogspot.com - mittlerweile leider nicht mehr verfügbar, teilweise aber noch im Google-Cache vorhanden) gehostet. Ist das nicht ein amerikanischer Anbieter mit Servern in den USA? Was hat die BPjM da zu melden? Mir war entfallen, dass die ja seit einiger Zeit Google gehören und dementrepchend der BPjM nach der Pfeife tanzen.

(Nachtrag: Hier noch ein interessanter Kommentar zum Thema.)

Ich glaub’s ja nicht

20. Januar 2009

Einfach unfassbar. Das ist auf so vielen Ebenen dreist und falsch… allein schon die Tatsache, dass die Unterhaltungsindustrie auf eine Ebene mit der Polizei und dem BKA gestellt wird. Ja, geht’s denn noch?

0,5%

19. Januar 2009

Quelle: Statistik Hessen

Bezahlen per Fingerabdruck?

18. Januar 2009

Lief grad was bei Planetopia, Fortsetzung folgt aber erst in der nächsten Sendung. Fand’s ganz interessant, war auch jemand vom CCC da.