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Monatsarchiv: März 2009

Neuer Internet-Provider

30. März 2009

Ich brauche einen neuen Internet-Provider. Mein jetziger (Alice, vormals eigentlich ziemlich cool HanseNet) hat sich leider dazu entschlossen, bei der Zensurkampagne unser Unterdrücker polemischen Aktionisten Politiker mitzumachen. Zwar habe ich aufgrund anderer Nervereien (ich sage nur: Suchseite sowie «Kundenfreundlichkeit») sowieso schon länger mit dem Gedanken des Wechsels gespielt, das schlägt nun aber endlich dem Fass jeglichen Rest von Boden aus.

Wie wär’s mit UnityMedia? Jemand eine Ahnung?

(Stellt sich bloß noch die Frage, wie ich nun den Alice-Mobil-Anschluss wieder loswerde…)

Watchmen

13. März 2009

Habe mir gestern (bzw. vorgestern) recht spontan Watchmen im Kino angeschaut. Die entsprechenden Comics kenne ich nicht, auch gelesen hatte ich darüber bisher nichts, ging also dementsprechend erwartungsarm ran, obwohl ich - zumindest über die Vorlage - schon gutes gelesen hatte.

Normalerweise bin ich kein allzu großer Fan von Comic-Verfilmungen (wobei die ja meistens immerhin noch besser sind als Videospielverfilmungen) - egal, ob ich die Originale nun kenne oder nicht. Die meisten gefielen mir letztendlich nicht oder nicht genug, als dass es mir den Kinopreis wert gewesen wäre. Die einzige Ausnahme stellt in diesem Fall Sin City dar, mit dem ich doch durchaus meinen Spaß hatte - allerdings hauptsächlich aufgrund visueller Gegebenheiten; die Story haut ja letztendlich auch nicht unbedingt vom Hocker. Aber darum soll’s hier ja gar nicht gehen.

Besonders am Anfang wusste ich nicht wirklich, was ich von dem Film halten soll. Er bewegt sich konsequent auf einem schmalen Grat zwischen Selbstironie und Ernsthaftigkeit, und driftet dabei auch bei mehreren Gelegenheiten in Albernheit ab. Eigentlich sind nämlich alle Charaktere irgendwo lächerlich, fast schon Witzfiguren - und dabei völlig unsympathisch. Außer Rorschach natürlich.

Filmfiguren haben ja leider öfter das Problem, dass sie sich in der (relativ) kurzen Laufzeit eines Films nicht so detailliert charakterisieren lassen wie in einem Buch, Comic oder einer Fernsehserie… diesen Eindruck hatte ich teils auch hier, insbesondere bei den eigentlich ‹Haupt›charakteren (?). Vielleicht lag’s aber auch ganz einfach daran, dass mich die meisten ohnehin nicht sehr interessiert haben. Dennoch denke ich, dass da diesbezüglich irgendwo noch Potential vorhanden sein muss.

Der Film ist recht lang und ich muss sagen, zu Anfang zieht er sich auch etwas. Nicht unbedingt durch Langatmigkeit; vielmehr scheint in der kompletten ersten Häflte kein wirklich eindeutiger roter Faden vorhanden, so dass er mehr wie eine Aneinanderreihung aus kleinen, (noch) nicht vekrnüpften Erzählungen wirkt, deren großes Ganzes sich dem Zuschauer - wenn überhaupt - erst später offenbart.

Nun, dagegen ist im Grunde ja auch überhaupt nichts einzuwenden. Im Gegenteil - ich mag Filme, in denen nicht alles sofort offensichtlich ist und es noch Wendungen und Überraschungen, idealerweise sogar interpretationsfähige Stellen und offene Fragen gibt. Das Ende ‹rettet› (an dieser Stelle bitte ich diesen doch etwas harten begriff zu entschuldigen; ich benutze ihn lediglich in Ermangelung einer besseren Formulierung - Schande auf mein unfähiges Nichtschreiberhaupt) in diesem Zusammenhang auch wieder so einiges. Ich zumindest fand es nicht schlecht.

Am meisten aufgewertet wird der Film meines Erachtens aber, wie bereits erwähnt, durch Rorschach. Tollster Charakter ever! Bin bei der Gelegenheit grade mal spontan zum Rorschach-Fan mutiert (zumindest soweit das bei meiner begrenzten Kenntnis des Charakters durchgeht). Zuerst fand ich es ja etwas doof und geradezu desillusionierend, als man ihn ohne Maske gesehen hat, aber dann gefiel er mir letztendlich umso besser (und das, obwohl mir politisch rechts eingestellte Charaktere in der Regel alles andere als sympathisch sind - vermutlich lag’s aber bloß daran, dass das im Film nicht so prominent präsentiert wurde).

Mich wundert übrigens, dass der Film in den USA überhaupt erschienen ist - bei den ganzen Nacktszenen.

P.S. Jetzt mal im Ernst: Pausen in Kinofilmen nerven doch, oder?

Warum…

12. März 2009

…sind bei jedem Amoklauf eigentlich immer erstmal wieder die «Killerspiele» schuld? Ich habe ehrlich gesagt keine Lust mehr auf diese sinnlose Diskussion.

Alternative DNS-Rootserver

06. März 2009

Da ich endlich mal wieder ein bisschen Zeit für Computer-Krams hatte (ja, ganz recht, ich MUSSTE vorher noch unbedingt Prince of Persia durchspielen…!), habe ich es tatsächlich mal geschafft, mich meinem Vorhaben anzunehmen, mich etwas mit alternativen DNS-Servern zu befassen.

Das erste Mal Wind von sowas habe ich natürlich bekommen, als grad einer geschlossen wurde - der kam also nicht mehr in Frage. Nachdem ich mir ein paar angeschaut hatte, hab ich mich testweise für OpenNIC entschieden. Seinen Router (oder die Internetverbindung des PCs, so man denn keinen Router hat) auf einen anderen DNS-Provider umzustellen ist auch gar nicht schwierig - man muss nur ein paar IP-Adresseinträge ändern.

Obwohl es durchaus mehrere Kandidaten für einen Testlauf gab, wollte ich auf kommerzielle Angebote zunächst einmal verzichten (damit meine ich nicht, dass die Namensauflösung kostenpflichtig ist, sondern, dass auf andere Weise mit dem Root-System Geld gemacht wird - bin im Zweifelsfall immer eher skeptisch bei sowas).

OpenDNS hat zwar einen wohlklingenden Namen (erinnert so an «open source»), war mir aber ebenfalls unsympathisch, da man hier die Praxis, die ich bereits von meinem Internet Provider hasse, nämlich bei nicht gefundenen Webseiten auf irgendwelchen (mit Werbung vollgeklatschten) Suchseiten umzuleiten, anwendet. Außerdem setzt OpenDNS verschiedene Filterlisten gegen Phishing etc. ein - was zwar eine nette und eventuell auch gut gemeinte Idee sein mag, allerdings halte ich generell nichts davon, den Zugriff auf bestimtme Seiten/Domains verwehrt zu bekommen. Unabhängig davon, was sich (angeblich) auf dieser Seite befinden mag.

Auch lege ich keinen Wert darauf, dass vermeintliche Vertipper meinerseits irgendwie ‹korrigiert› werden… zu groß scheint mir die Chance, dass dabei doch mal was schiefgeht. Oder bin ich da etwa paranoid?

Hinzu kommt noch, dass auf deren Seite selbst steht, dass einige Nutzungsdaten aufgezeichnet werden (zwar nur kurz, aber immerhin) und man, um gewisse Dinge abzustellen, sich dort erstmal einen Account anlegen muss. Und das war jetzt nicht unbedingt das, was ich wollte.

Zur generellen Funktionalität kann ich bisher noch nichts sagen, da ich noch keine funktionsfähige interne Adresse innerhalb des OpenNIC-Namespaces gefunden hab (alle URLs führen nur zur Fehlerseite irgendeines Webhosts) und ich den Service auch noch nicht lange genug nutze. Alle ‹normalen› Internetadressen werden aber wie gewohnt aufgelöst… bis auf eine: meine eBay-Auktion. Soll das ein subtiler Hinweis sein?

Ich werd euch (wen rede ich damit eigentlich an?) dazu auf jeden Fall auf dem Laufenden halten.

Ein blaues Laserschwert

03. März 2009

Im Rahmen der Ausstrahlung von Clone Wars gibt es in den Kellogg’s-Packungen momentan kleine Plastik-Lichtschwerter in als Extras. Und heute hatte ich ein blaues in meiner Packung. Yay! Mann, hab ich mich gefreut.