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Monatsarchiv: Dezember 2009

Ja!-Schokolade nicht vegetarisch

13. Dezember 2009

Auf meine Anfrage bezüglich des verwendeten Labs in der Zutat Süßmolkenpulver bei Vollmilchschokolade von Ja! (Eigenmarke von ReWe) erhielt ich folgende Antwort:

Zurzeit beziehen wir die ja! Alpenvollmilch-Schokolade von einem Hersteller, der auf der Verpackung an der Buchstaben - und Zahlencodierung C0281 zu erkennen ist.

Der Hersteller hat uns mitgeteilt, dass die Molkeprodukte sowohl mit mikrobiellem als auch tierischem Lab hergestellt werden.
Bei der Herstellung der Aromen werden keine tierischen Bestandteile verwendet.
Der verwendete Kleber ist nicht kaseinhaltig.

Bin mittlerweile allerdings eh auf andere Schokoladensorten ohne Süßmolke umgestiegen, von daher kann ich damit ganz gut leben.

Thüringer Landgarten: Rote Bete & Gewürzgurken sind vegetarisch

13. Dezember 2009

Vor einiger Zeit habe ich mal eine Produktanfrage bei dem Hersteller Thüringer Landgarten (gehören zu Demeter) gemacht, um herauszufinden, ob deren Sauerkonserven (in Branntweinessig eingelegtes) vegetarisch sind. Dazu habe ich folgende (positive) Antwort bekommen:

Bei der Herstellung des Branntweinessigs erfolgt keine Klärung.
Der Branntweinessig wird nur filtriert. Dabei wird ein Mikrofilter aus Kunststoff eingesetzt.
Die Herstellung erfolgt ohne den Einsatz tierischer Stoffe.
Alle Produkte aus unserem Haus die Branntweinessig enthalten, wurden mit dieser Technologie hergestellt.

Leider habe ich nicht dran gedacht, auch nach dem Etikettenkleber zu fragen, so dass ich nicht sagen kann, ob die Produkte auch vegan sind.

Ich bin Pascha des Monats

03. Dezember 2009

Es ist zwar schon etwas her und ich hatte mich ursprünglich nur im Stillen drüber amüsiert, dass die Piratenpartei von der Emma zum «Pascha des Monats» ernannt wurde. Aber da das dann doch noch ein paar mal irgendwo aufgegriffen wurde und man ja ohnehin nie weiß, welch unschuldige Seelen das verwehentlich lesen könnten, hier noch mal mein kommentar dazu, den ich schon irgendwo anders ebenfalls hinterlassen habe:

Um die Gleichberechtigung in Deutschland muss es außerordentlich gut bestellt sein, da man bei der Emma anscheinend keine anderen Probleme hat, als sich über das Geschlechterverhältnis in der Piratenpartei aufzuregen.

Der Grund für das beklagte Ungleichgewicht wird natürlich sofort verortet: Es muss sich hier mit absoluter Sicherheit um einen patriarchalischen Macho-Verein handeln, dessen einziges Ziel es ist, die Gleichberechtigung zu unterminieren (genauso wie mindestens jeder Kampfsportverein mit hohem Männeranteil)!

Denn schließlich wissen wir ja, dass, sofern sich das Geschlechterverhältnis nicht im exakten Verhältnis von 1:1 - oder gar 51% Frauenanteil, denn schließlich gibt es von ihnen geringfügig mehr auf dieser Welt - befindet, es sich mit absoluter Sicherheit um Diskriminierung selbiger handeln muss. Warum hat sich eigentlich noch niemand über den zumeist absolut nichtigen Männeranteil in Ballettkursen beschwert? Die armen müssen dort ja furchtbar unterdrückt werden, so wenige, wie daran teilnehmen.

Vielleicht sollte man sich in der Emma-Redaktion aber einfach noch mal überlegen, was denn der Begriff «Gleichberechtigung» überhaupt bedeutet. Damit ist nämlich, entgegen - anscheinend - landläufiger Meinung, nicht ein künstlich hergestelltes, absolut ausgeglichenes Verhältnis beider (oder aller?) Geschlechter gemeint, sondern die Tatsache, dass jeder die Möglichkeit hat, sich dort zu engagieren, wo er will - ob er diese nun wahrnimmt oder nicht, bleibt ihm jedoch immer noch selbst überlassen.

Vom generellen Unverständnis und daraus folgender Fehlinformation über die Ziele der Piratenpartei ganz zu schweigen, aber sowas ist ja ohnehin nicht mehr so richtig modern.

Ohne Bezug vielleicht trotzdem erwähnenswert: Wer den Link oben angeklickt hat, dem ist vielleicht aufgefallen, dass die Emma sich lediglich als «Magazin von Frauen» bezeichnet… von Frauen als Zielgruppe ist nicht die Rede. Jetzt frage ich mich allerdings noch, was davon sexistischer ist.

«Ich beschäftige mich nicht damit, aber motzen tu ich trotzdem» (Update)

02. Dezember 2009

So oder so ähnlich scheint das Credo von Chris zu sein. Zumindest legt er den Piraten in seinem neusten Artikel mal wieder nahe, doch bitte nicht so viele Spinner in den Vorstand zu wählen (was ich selbstverständlich unterstütze und nach bestem Wissen und Gewissen zu befolgen versuche), aber sobald man ihn dann fragt, wie man die denn im Vorfeld erkennen soll (rechtsverbindliche Irrenmarkierung?), heißt es lapidar: «Hatte ich schon erwähnt, dass ich mich mit den Piraten-Deppen weitestgehend nicht mehr auseinandersetze?»

Es sei dir ja herzlich vergönnt, dich nicht mit der Piratenpartei auseinanderzusetzen - aber dann gib doch auch nicht irgendwelche wirren ‹Tips›, die jeder Realisierungsmöglichkeit entbehren… das nützt keinem.

Warum ich das jetzt hier auf meinem Blog schreibe und nicht direkt bei F!XMBR? Nun ja, die Kommentare zum Post sind anscheinend geschlossen und ohnehin weiß man da sowieso nie, was durchkommt und was in der persönlichen Abneigung der Autoren hängenbleibt (und nein, selbstverständlich habe ich weder gegen Chris noch Oliver irgendwelche persönlichen Abneigungen; ich kenne sie ja nichtmals).

(Nachtrag: Ich hatte in dem besagten Post ursprünglich auch einen Kommentar hinterlassen, dieser wurde mittlerweile entfernt.)