Da ich endlich mal wieder ein bisschen Zeit für Computer-Krams hatte (ja, ganz recht, ich MUSSTE vorher noch unbedingt Prince of Persia durchspielen…!), habe ich es tatsächlich mal geschafft, mich meinem Vorhaben anzunehmen, mich etwas mit alternativen DNS-Servern zu befassen.
Das erste Mal Wind von sowas habe ich natürlich bekommen, als grad einer geschlossen wurde - der kam also nicht mehr in Frage. Nachdem ich mir ein paar angeschaut hatte, hab ich mich testweise für OpenNIC entschieden. Seinen Router (oder die Internetverbindung des PCs, so man denn keinen Router hat) auf einen anderen DNS-Provider umzustellen ist auch gar nicht schwierig - man muss nur ein paar IP-Adresseinträge ändern.
Obwohl es durchaus mehrere Kandidaten für einen Testlauf gab, wollte ich auf kommerzielle Angebote zunächst einmal verzichten (damit meine ich nicht, dass die Namensauflösung kostenpflichtig ist, sondern, dass auf andere Weise mit dem Root-System Geld gemacht wird - bin im Zweifelsfall immer eher skeptisch bei sowas).
OpenDNS hat zwar einen wohlklingenden Namen (erinnert so an «open source»), war mir aber ebenfalls unsympathisch, da man hier die Praxis, die ich bereits von meinem Internet Provider hasse, nämlich bei nicht gefundenen Webseiten auf irgendwelchen (mit Werbung vollgeklatschten) Suchseiten umzuleiten, anwendet. Außerdem setzt OpenDNS verschiedene Filterlisten gegen Phishing etc. ein - was zwar eine nette und eventuell auch gut gemeinte Idee sein mag, allerdings halte ich generell nichts davon, den Zugriff auf bestimtme Seiten/Domains verwehrt zu bekommen. Unabhängig davon, was sich (angeblich) auf dieser Seite befinden mag.
Auch lege ich keinen Wert darauf, dass vermeintliche Vertipper meinerseits irgendwie ‹korrigiert› werden… zu groß scheint mir die Chance, dass dabei doch mal was schiefgeht. Oder bin ich da etwa paranoid?
Hinzu kommt noch, dass auf deren Seite selbst steht, dass einige Nutzungsdaten aufgezeichnet werden (zwar nur kurz, aber immerhin) und man, um gewisse Dinge abzustellen, sich dort erstmal einen Account anlegen muss. Und das war jetzt nicht unbedingt das, was ich wollte.
Zur generellen Funktionalität kann ich bisher noch nichts sagen, da ich noch keine funktionsfähige interne Adresse innerhalb des OpenNIC-Namespaces gefunden hab (alle URLs führen nur zur Fehlerseite irgendeines Webhosts) und ich den Service auch noch nicht lange genug nutze. Alle ‹normalen› Internetadressen werden aber wie gewohnt aufgelöst… bis auf eine: meine eBay-Auktion. Soll das ein subtiler Hinweis sein?
Ich werd euch (wen rede ich damit eigentlich an?) dazu auf jeden Fall auf dem Laufenden halten.





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[...] Leute interessant geworden sein, auf alternative DNS-Rootserver umzusteigen. Ich hatte mich ja vorher schon mal damit beschäftigt und dabei einen Bericht über meine Erfahrungen damit [...]
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