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Die Sperrliste «identifiziert» kinderpornografische Seiten?

In einem Interview mit Franziska Heine und Ursula von der Leyen in der ZEIT (und in gekürzter und irreführender Fassung auch in deren Print-Ausgabe) macht Frau von der Leyen unter anderem diese Aussage:

Die Technik der Zugangssperren führt dazu, dass wir jetzt erstmals systematisch kinderpornografische Websites identifizieren.

Jetzt frage ich mich: Wie soll man das verstehen? Webseiten werden erst dann als illegal bzw. Seiten mit dokumentiertem Kindesmissbrauch identifiziert, wenn sie bereits auf der Sperrliste sind? Wie kommen sie dann auf die Sperrliste? Oder kommen in entsprechendem Verdacht stehende Seiten etwa automatisch drauf? Und inwiefern hilft eine Sperre dabei, Internetseiten zu «identifizieren», die man, um sie auf genannte Liste zu bekommen, sowieso erstmal finden muss? Und nach welchem «System» wird da überhaupt vorgegangen?

Mit anderen Worten: Was will uns Ursula von der Leyen damit sagen?

Auch Jörg-Olaf Schäfers von Netzpolitik.org und Torsten vom Notizblog machen sich Gedanken dazu.

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