Generell habe ich ja immer ein eher schlechtes Gefühl bei Updates (Sicherheitsaktualisierungen einmal ausgeschlossen). Bei der neuen Version von Kubuntu, «Jaunty Jackalope», verhielt es sich auch nicht anders. Natürlich war ich dann aber doch zu neugierig/eifrig und habe trotzdem aktualisiert (vielleicht wollte ich mir aber auch einfach keine Paranoia vorwerfen lassen). Selbstverständlich haben sich meine Befürchtungen bewahrheitet - abgesehen davon, dass vorher alles hübscher war (aber über sowas kann man ja durchaus hinwegsehen), funktionierte nach dem Upgrade zunächst mal Psi nicht mehr und wollte ohne jegliche Fehlermeldung partout nicht mehr connecten.
Da eine Installation der vorherigen Version keine Besserung brachte, mir außerdem die neue Oberfläche von Amarok nicht gefiel (irgendwie umständlich und… benutzerunfreundlich), manifestierte sich in mir also der Wunsch nach einer Rückkehr zu Intrepid Ibex. Nun bietet Linux leider keine komfortable Möglichkeit, einmal durchgeführte Updates wieder loszuwerden. Mit ein wenig Gefrickel schien es aber trotzdem zumindest möglich zu sein, so dass ich es selbstverständlich ausprobieren musste.
Das Ergebnis der ganzen Aktion ist nun, dass die grafische Benutzeroberfläche komplett verschwunden ist und Linux nur noch ins Terminal bootet… in dem ich dann wiederum ständig mit Fehlermeldungen à la «diesen Befehl gibt es nicht, aber die Fehlermeldung, die jetzt eigentlich erscheinen sollte, haben wir heute auch nicht im Angebot» konfrontiert werde.
Als professioneller DAU habe ich jetzt natürlich keine Ahnung, wie genau ich das wieder hinbiegen könnte… aber auf eine komplette Neuinstallation von CD habe ich auch keine große Lust (wenn ich allein schon an die ganzen Einstellungen denke, die ich dann wieder machen muss!).
Ich fing echt grad an, Linux zu mögen…



6 Kommentare
Naja, also Neuinstallationen sind immer großer Mist. Aber einen Vorteil hat Linux gegenüber Windows in diesem Falle meiner Meinung nach:
Wenn man ein Backup seines home-Verzeichnisses gemacht hat, kann man dies nach der Installation wieder einspielen. Dann bleiben nicht nur die Daten, sondern auch alle Einstellungen von Programmen erhalten. Ob das natürlich in deinem Fall, bei einem Downgrade der Version funktioniert weiß ich nicht. Es wäre aber einen Versuch wert. Vielleicht kannst du den Home-Ordner ja noch irgendwie auf einen externen Datenträger retten, indem du mit einer Live-CD bootest. Dann das Intreprid Ibex installieren und alle Daten aus dem Backup wieder in dein Benutzerverzeichnis kopieren. (Vergiss dabei nicht die versteckten Dateien.)
So konnte ich mich jedenfalls schon 2x vor dem nervenaufreibenden Neukonfigurieren aller Programme retten.
Das klingt, als sei es zumindest einen Versuch wert [auch wenn ich noch keine Ahnung habe, wie man per Terminal den Inhalt eines Ordners auf einen externen Datentraeger kopieren kann - aber ich bin ja lernfaehig]. Vielen Dank fuer den Tip.
Naja, also die Frage ist, ob er ein USB-Gerät auch im Konsolenmodus automatisch erkennt. Wenn nein, dann musst du dich mal mit dem Befehl “mount” befassen -> “man mount” (Viel Spaß!)
Weiteres Vorgehen wäre dann halt:
“cp -R /home/yuri /media/disk/*Verzeichnis deiner Wahl*” (Wobei /media/disk/ das USB-Device ist. Ob es automatisch eingebunden ist siehst du ja, wenn du mal mit “cd /media” ins Datenträger-Verzeichnis wechselst und “ls” tippst.)
Eventuell muss vor die ganze Zeile noch ein “sudo”, um es als Admin auszuführen.
Aber die Variante mit Live-CD sollte eigentlich auch gehen. Ich denke, da müsstest du auch lesend auf alle Dateien in deinem Home-Verzeichnis zugreifen können. Und dann kannst du sie ja einfach mit Konqueror oder *Dateimanager deiner Wahl* kopieren. Dabei aber wie gesagt die versteckten Dateien nicht vergessen. Die sind die wichtigsten.
Ich hatte dabei auch eher an meine zweite Partition gedacht. Hatte die zwar schon mal per Hand gemountet, aber wer weiss, ob die jetzt immer noch da ist…
Muss ich denn was bestimmtes machen/beachten, damit er auch die versteckten Dateien mitnimmt? *dau-fragen stell*
Versteckte Dateien / Verzeichnisse sind solche, die mit einem Punkt beginnen, z.B. “.config”
Beim kopieren über die Konsole mit “cp -R” grast er rekursiv alle Unterverzeichnisse ab, auch die versteckten.
Solltest du es per Live-CD über die GUI machen, dann musst du vor dem Kopieren im Nautilus “Strg + H” drücken. Sonst werden die versteckten Verzeichnisse / Dateien nicht angezeigt.
Noch eine Idee: Es gibt glaube ich auch Windows-Tools, die das Linux-Dateisystem Ext3 beherrschen, möglicherweise kommst du auch damit ran. Musst du mal ixquicken ;) oder googeln.
Hey, woher weisst du, dass ich Ixquick benutze? *fg*
Ja, habe das jetzt ueber die Konsole hinbekommen [Live-CD liess mich nicht auf mein installiertes Linux zugreifen]. Zumindest werden mir die Dateien unter Windows angezeigt. Musste dafuer aber, glaub ich,
cp -ravnehmen… das andere hat immer irgendwelche komischen Fehlermeldungen ausgespuckt [koennten selbstverstaendlich auch durch User Error versursacht worden sein].Jedenfalls danke noch mal fuer den Tip. Bei der naechsten Gelegenheit mach ich mich an die Neuinstallation und dann werd ich ja sehen, ob’s geklappt hat oder nicht.
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