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Linux für Netbook: Linux Mint

Nun habe ich ja seit einiger Zeit meinen EeePC 901 und bin grade dabei, einige Linux-Distributionen darauf auszutesten - denn das mitgeliefterte Windows XP muss ja nicht unbedingt sein. Da sich vom zur Installation verwendeten USB-Stick allerdings nicht booten ließ und ich an fremden Sachen ungerne herumspiele, musste ich vor jedem Test eine volle Installation durchführen, was dann auch entsprechend Zeit kostete. Aber davon soll dieser Post nicht handeln.

Kurze Anmerkung vorweg: Ich nutze Linux erst seit kurzer Zeit und bin entsprechend alles andere als darin bewandert. Wenn ich also schreibe, ich hätte eine bestimmte Option nicht gefunden, heißt das nicht, dass diese nicht existiert. Ansonsten schildere ich selbstverständlich nur meine persönlichen Eindrücke und erhebe keinerlei Anspruch auf irgendwas.

Als ersten Kandidaten hatte ich - auch aufgrund meiner auf dem Desktop PC sehr angenehm zu benutzenden Kubuntu-Installation - mal kurzzeitig Eeebuntu ausprobiert (mit XFCE als Desktop-Umgebung). Da ich es dort allerdings nicht einmal schaffte, überhaupt irgendein WLAN-Menü aufzurufen, flog es auch relativ schnell wieder runter (man merkt schon: zu dem Zeitpunkt hegte ich noch die Hoffnung, es gäbe eine Distribution, bei der das alles out of the Box funktionieren würde).

Direkt danach habe ich mir dann mal versuchsweise Linux Mint mit Fluxbox raufgezogen, obwohl das eigentlich gar keine netbook-spezifische Version ist. Entsprechend ist das ganze auch recht lahm - sogar langsamer als das immer noch vorhandene XP. Dummerweise habe ich es auch nicht geschafft, die Schriftgröße des Rechtsklickmenüs sowie der Fenstertitel in der Taskleiste/Toolbar zu erhöhen, obwohl dies für die Leiste an sich (Datumsanzeige, etc.) funktioniert hat. So passiert es leider oft, dass Teile von Fenstern zu groß für das Display geraten und während der Benutzung umständlich verschoben werden müssen.

Ansonsten komme ich mit Felicia ganz gut zurecht, allerdings habe ich es trotz tatkräftiger Unterstützung nicht geschafft, kabellos ins Netz zu kommen. Als das dann auch bei einem Feldversuch unter Windows nicht wollte, machte sich in mir schon die Befürchtung breit, irgendwas sei kaputt. Glücklicherwiese behob eine Treiber-Neuinstallation hier jedoch dieses Problem. Ich hätte ja nie gedacht, dass sowas tatsächlich mal funktioniert…

Linux Mint ist allerdings nach wie vor drahtlos offline. Ich habe auch keine Ahnung, was ich da noch probieren soll - habe alle Treiber durchprobiert, das ganze sowohl per Wicd-Manager als über’s Terminal zu starten versucht und alles war mehr oder weniger erfolglos. Aufgrund der Geschwindigkeitsprobleme scheint es mir aber sowieso vernünftiger, noch mal ein paar Alternativen durchzuprobieren. Ganz oben auf meiner Liste stehen dabei #! und Easy Peasy - falls die auch nichts nützen, muss ich wohl auf die Ubuntu-Version von MobLin warten.

5 Kommentare

  1. Gisbert

    Auf meinem Netbook Dell Mini 10v läuft Mint 7 (Gloria) perfekt incl. WLAN (Mint hat bei der Installation gleich den richtigen Broadcom-Treiber geladen) und auch nicht langsamer als Ubuntu 9.04 NBR, Mir scheint’s sogar recht flott zu sein. Das für mich ganz wichtige gscan2pdf läuft unter Mint sogar fast fehlerfrei, während es unter Ubuntu ziemlich buggy aussah. Warum das so ist, weiß ich auch nicht, weil Mint doch von Ubuntu abstammt. Insgesamt kann ich nicht nachvollziehen, was der Vorteil eines NBR gegenüber einem “normalen” Linux sein soll - die Geschwindigkeit bestimmt nicht. Und auf den Launcher kann ich verzichten.

    Geschrieben am 20.07.2009 um 00:31 Uhr | Permalink
  2. Ich hatte ja gehofft, dass die auf Netbooks ausgelegten Versionen eben mit W-LAN daherkommen… aber entweder liegt’s an meiner Dummheit oder aber dem Modell, jedenfalls scheint das nie zu funktionieren [unter OpenGeeeU lief es auch nicht und die anderen wollten nicht von USB-Stick booten].

    Und eben halt die Geschwindigkeit… im Gegensatz zu Linux Mint laeuft XP bei mir auf dem Netbook naemlich deutlich schneller.

    Geschrieben am 20.07.2009 um 01:05 Uhr | Permalink
  3. @Yuri: Das mit der Geschwindigkeit hat zwei Gründe, zum einen, weil Netbooks Hardwaretechnisch auf Windows ausgelegt sind, und zum anderen kommt es auf die Konfiguration von Linux Mint an. GNU/Linux einfach draufklatschen wie bei Windows ist nich… ;)

    Mir kommt es so vor, als ob, seitdem es Netbooks gibt, die Welt mehrere Linux-Benutzer hat. Moblin, Ubuntu, Mint, Linux XP und wie sie alle heißen.
    Ich weis nicht ob ich das gut finden soll.

    Geschrieben am 21.01.2010 um 12:09 Uhr | Permalink
  4. Was sollte daran schlecht sein? Aendert ja nichts am Betriebssystem an sich.

    Soweit ich weiss, werden EeePCs in anderen Laendern sowohl mit Windows als auch mit Linux ausgeliefert - mit gleicher Hardware.

    Bisher waren MobLin und UNR auch schneller als Mint [es ist eben nicht fuer Netbooks gedacht... zumindest denke ich eher, dass das ein Grund sein koennte]. Windows ist ja auch nicht suuperschnell auf den Dingern… obwohl es auf meinem alten Rechner eigentlich auch ganz passabel lief…

    Geschrieben am 21.01.2010 um 13:57 Uhr | Permalink
  5. Bernd

    Out of the box laufen eeebuntu, lin2go ehemals fluxflux, das xandros für den eee glaube die neusten ubuntu versionen… Bei mir läuft eeemint(7er), finde das ist das beste linux. Gruß

    Geschrieben am 16.04.2010 um 22:17 Uhr | Permalink

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