Wie Oliver es auch schon hat anklingen lassen, sind sogenannte Wahlempfehlungen im Allgemeinen doch eher befremdlich. Warum? Nun ja; entweder, ich bin halbwegs informiert und weiß daher, wen ich wählen werde oder wer zumindest in Frage kommt und dann können mir einzelne Empfehlungen relativ egal sein – oder ich weiß es nicht, dann sollte ich mich aber vielleicht auch lieber nicht auf einzelne Empfehlungen verlassen. Selbst denken sollte hier meines Erachtens das Stichwort lauten.
Natürlich schadet es auch nicht, seine eigene Wahlentscheidung begründet darzulegen, wie ich es selbst auch schon mal getan habe (ich betrachte dies allerdings nicht als Empfehlung an sich). Letztendlich kann ich dazu nur sagen, dass jeder doch das wählen sollte, was er für richtig hält – aber bitte vorher informieren. Sonst lieber gleich sein lassen.
(Zu meiner Anti-Empfehlung der CDU/CSU und SPD von neulich: Ich halte es natürlich immer noch für ‹verkehrt›, auch nur eine einzige Stimme an diese Demokratiefeinde zu verschwenden. Trotzdem glaube ich nicht, dass es letztendlich jemanden groß juckt, wenn ich das hier so postuliere. Entweder, er hätte sie sowieso nie gewählt – oder ihm sind verutlich auch die zahlreichen Gegenargumente relativ schnuppe.)
In diesem Sinne hoffe ich, dass möglichst viele am Sonntag die ihnen zustehende Macht ausüben und ihrem Wählerwillen Ausdruck verleihen; und wenn’s nur durch Ungültigmachen ist. Letztendlich kann man aber auch niemanden zwingen, für seine eigene Zukunft Interesse aufzubringen…






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