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Rote Bete & Gnocchi von REWE vegan

06. Dezember 2010

Habe in letzter Zeit mal wieder ein paar Antworten auf Produktanfragen erhalten, die sogar beide positiv ausgefallen sind. Allerdings muss man dazu natürlich immer bedenken, dass sich diese bei Eigenmarken nur auf spezifische Händler bezieht, welche sich durchaus auch ändern können, ohne, dass sich sonst etwas am Produkt oder der Verpackung ändert.

Hier trotzdem die beiden Antworten (bei der ersten bin ich mir allerdings nicht gaz sicher, ob das jetzt auch wirklich heißt, dass das Aroma keinen tierischen Ursprung hat, da ja dort «laut Zutatenliste» steht… und die ist diesbezüglich uneindeutig):

Zurzeit beziehen wir den angefragten REWE Gnocchi von einem Hersteller, der auf der Verpackung mit der Buchstaben- u. Zahlencodierung S7255 zu erkennen ist.

Laut Zutatenliste werden keine tierischen Zutaten verwendet.

Zutatenverzeichnis: Kartoffelpüree 78% (Wasser, Kartoffelflocken 23%), Weizenmehl, Kartoffelmehl 6%, Kartoffelstärke, Speisesalz, Aroma, Reismehl.

Der Artikel ist somit rezeptorisch für eine vegane Ernährung geeignet.

Bitte beachten Sie deshalb, dass die Aussage nur für die Lieferantencodierung S7255 gilt.

Und hier zur roten Bete:

1. Wird der Branntweinessig mit Hilfe von Gelatine oder anderen Tierprodukten geklärt?
- Der Essig wird nicht mit Gelatine oder anderen Tierprodukten geklärt.

2. Ist das natürliche Aroma tierischen oder pflanzlichen Ursprungs?
- Das Aroma enthält keinerlei tierischen Bestandteile.

3. Werden sonstige tierische Hilfs- oder Zusatzstoffe verwendet, die nicht deklarationspflichtig sind?
- Es werden keine tierischen Hilfs- oder Zusatzstoffe verwendet.

Um bundesweit unsere Kunden mit unseren Handelsmarken zu versorgen, ist ein Lieferantenwechsel bzw. ein Hinzukommen eines anderen Lieferanten nie ganz auszuschließen.

Bitte beachten Sie deshalb, dass die Aussagen nur für die Lieferantencodierung E0245 gelten.

The Social Network

29. Oktober 2010

Als ich das erste Mal von The Social Network gelesen habe, war mein Interesse – trotz des, wenn auch relativ geringen, doch offensichtlichen Geek-Faktors – zugegebenermaßen nicht sehr groß. Mag daran gelesen haben, dass meine Liebe zu Facebook nicht eben ausgeprägt ist und ich am liebsten gar nichts weiter darüber wissen möchte.

Nachdem ich dann erfuhr, das es sich beim Regisseur um David Fincher (u.a. Fight Club und Se7en) handelte und Trent Reznor – zusammen mit Atticus Ross – an der musikalischen Untermalung mitgewirkt hatte, änderte sich dies jedoch erstmal. Zwar war meine Aufmerksamkeit diesem Film gegenüber immer noch nicht übermäßig, aber ich war immerhin nicht mehr abgeneigt, ihn anzuschauen. Man könnte sogar von Interesse sprechen, obgleich ich immer noch eine Art ‹Dokumentation› (etwa im Stil von Zodiac, der ja vom gleichen Regisseur ist) vor Augen hatte. Es kam dann aber doch ganz anders.

Gleich die Eröffnungsszene war sehr unterhaltsam, wenn ich auch sicherlich nicht jeder Einzelheit folgen konnte (jaja, immer diese Aufmerksamkeitsdefizitären, was?). Der Plot sollte mittlerweile relativ bekannt sein – falls nicht: es geht um die Entstehung des sozialen Netzwerks Facebook. Natürlich wird das ganze höchstwahrscheinlich nicht komplett adäquat der Realität nachempfunden sein, aber das ist meines Erachtens auch zweitrangig. Die Aufmachung des Streifens hat bereits ausdrücklich genug nahegelegt, dass es sich hierbei um einen Unterhaltungsfilm und keine Dokumentation handelt. Und unterhalten hat er.

Besonders faszinierend fand ich, dass das Werk nahezu komplett auf einfache Schwarz/Weiß-Darstellungen der Charaktere verzichtet. Tatsächlich werden die Figuren, allen voran natürlich Mark Zuckerberg (der einem aus der Ferne eigentlich fast nur wie ein Arsch vorkommen kann, oder?), von mehreren Seiten beleuchtet und erhalten so fast automatisch eine Plastizität, die ich aus anderen – auch guten – Filmen eher selten kenne. Es gibt weder ‹die Guten› noch ‹die Bösen›. Nur Menschen. Und das ist schon erwähnenswert, wenn Protagonisten mal wirklich menschlich wirken.

Die Geschichte wird mit Hilfe einiger Zeitsprünge erzählt, die mir persönlich jedoch nicht negativ aufgefallen sind, da sie weder die Handlung behindert noch den Erzählfluss in anderer Weise (z.B. durch ungewollte Verwirrung) gestört haben.

Auch die Musik hat sich passend in das Gesamtbild eingefügt. Besonders angetan hat es mir eine Interpretation des Stücks «In the Hall of the Mountain King» von Edvard Grieg. Ansonsten hält sie sich angenehm im Hintergrund, aber wenn man genau hinhört, lässt sich natürlich die Handschrift von Herrn Reznor mehr oder weniger deutlich heraushören. Mit Ausnahme des eben erwähnten (das sich dafür allerdings als ziemlich eingängig herausstellen kann) waren richtige Ohrwurmstücke für mich beim ersten Hören jedoch nicht dabei.

Übrigens gelange ich immer mehr zu der Überzeugung, dass Fincher vor allem gut im Verfilmen ist. Der Großteil seiner in meinen Augen besten Filme waren immerhin Verfilmungen; zumindest aber scheint er Spaß an der Sache zu haben. Andererseits gibt es generell kaum Regisseure, von denen ich mehr als ein oder zwei Filme wirklich mag… aber ich schweife ab.

Abschließend bleibt zu sagen, dass, auch wenn es sich sicherlich nicht um eine künstlerische Offenbarung handelt, mir «The Social Network» dennoch sehr gut gefallen hat und ich mich trotz der leichten Überlänge, von der man meines Erachtens nichts spürt, durchweg gut unterhalten gefühlt habe.

Möglicherweise basiert mein Wohlwollen aber auch auf der Tatsache, dass ich nach Benjamin Button und bereits erwähntem «Zodiac» einfach nicht mehr allzu viel erwartet habe. Andererseits soll mich das nicht weiter stören, denn Spaß hatte ich deshalb ja nicht weniger.

Türkisch Pfeffer von Trimex vegan

30. September 2010

Etwas, bei dem mir bisher relativ wenige (schmackhafte) vegane Sorten untergekommen sind, sind Lakritz(bonbons). Umso mehr freut es mich, dass laut einer heute abgeschickten und direkt beantworteten Produktanfrage an Trimex deren Süßigkeit Türkisch Pfeffer vegan ist. Meine Anfrage bezog sich auf den eingesetzten Farbstoff (E153) sowie das Aroma.

1. I the coloring (E153) derived of animals or plants (as far as my information goes, both is possible)?
2. Is any of the added flavour of animal origin?

Und hier die Antwort:

The main additives of Turkisch Pfeffer and esp. E153 derived from burnt vegetable matter, nothing is used from animal origin.

Finde ich wirklich sehr erfreulich!

Yamato Soyaghurt nicht vegan

10. Juni 2010

Da ich zu dem Thema bisher nur widersprüchliche Informationen finden konnte, habe ich einfach mal selbst bei Heirler angefragt, ob der von ihnen produzierte Sojayoghurt vegan ist (ging speziell um die dafür verwendeten Yoghurtkulturen). Positiv hervorheben möchte ich hierbei übrigens, dass die Antwort bereits am nächsten Tag eintrudelte, was ja alles andere als selbstverständlich ist (auf eine reine Zutatenanfrage von Penny warte ich schon seit mehreren Monaten…)!

Hier die (leider negative) Antwort:

Wir bedanken uns für Ihre Anfrage und möchten Ihnen gerne mitteilen, dass die Kulturen auf Milchbasis gezogen werden.

Das finde ich besonders schade, da dies immer mein liebster Sojayoghurt war. Alpro, Provamel und Sojade schmecken mir allesamt nicht ‹yoghurtig› genug – viel zu wenig säuerlich. Außerdem eignete er sich hervorragend für Sour Cream… *seufz*

Naja, man kann wohl nicht alles haben.

Zusatzstoffe von Kellogg’s-Produkten vegan

26. Februar 2010

Zumindest laut Antwort auf meine Produktanfrage von vor wenigen Tagen sind Produkte von Kellogg’s, die keine sonstigen unveganen oder unvegetarischen Zutaten enthalten, sondern nur fragwürdige/undeklarierte Aromen oder Vitamine/Mineralstoffe, vegan bzw. vegetarisch. Ich zitiere hier die Antwort auf meine Anfrage:

Über Bezugsquellen unserer verwendeten Zutaten und Rohstoffe können wir Ihnen leider keine Auskunft geben.
Allerdings können wir Ihnen gerne mitteilen, dass wir Aromen pflanzlichen Ursprungs oder synthetisch hergestellte Aromen verwenden und das die von uns verwendeten Vitamine synthetisch hergestellt werden.

Ich habe mich dabei auf die Zusatzstoffe im Allgemeinen sowie explizit auf Calciumcarbonat (was, zumindest laut Wikipedia, auch bei der Herstellung von Gelatine anfällt) bezogen.

In einer anderen Antwort (die die ursprüngliche Frage leider nicht beantwortete, aber sei’s drum) stand zusätzlich folgendes:

Für unsere Verpackungen werden keine Kleber tierischen Ursprungs eingesetzt.

Von der Firma selbst kann man jetzt ja halten, was man will, und es gibt sicherlich noch andere Argumente gegen den Konsum (bspw. dass die Schokoladenprodukte nicht fair gehandelt sind), aber zumindest ihre als vegan deklarierten Produkte scheinen wirklich vegan zu sein.

Morgen KEIN Flashmob am Flughafen

09. Januar 2010

Achtung!

Morgen findet bundesweit an Flughäfen KEIN Flashmob gegen Nackscanner, bei dem sich alle bis auf die Unterwäsche ausziehen, statt. Wer seiner Ablehnung gegen die sogenannten «Körperscanner» Ausdruck verleihen will, sollte morgen also auch NICHT um 13.30 Uhr zum Frankfurter Flughafen kommen, da sich dort niemand an Terminal 1, Halle B, oben in der Halle beim Regionalbahnhofseingang treffen wird.

Ja!-Schokolade nicht vegetarisch

13. Dezember 2009

Auf meine Anfrage bezüglich des verwendeten Labs in der Zutat Süßmolkenpulver bei Vollmilchschokolade von Ja! (Eigenmarke von ReWe) erhielt ich folgende Antwort:

Zurzeit beziehen wir die ja! Alpenvollmilch-Schokolade von einem Hersteller, der auf der Verpackung an der Buchstaben – und Zahlencodierung C0281 zu erkennen ist.

Der Hersteller hat uns mitgeteilt, dass die Molkeprodukte sowohl mit mikrobiellem als auch tierischem Lab hergestellt werden.
Bei der Herstellung der Aromen werden keine tierischen Bestandteile verwendet.
Der verwendete Kleber ist nicht kaseinhaltig.

Bin mittlerweile allerdings eh auf andere Schokoladensorten ohne Süßmolke umgestiegen, von daher kann ich damit ganz gut leben.

Thüringer Landgarten: Rote Bete & Gewürzgurken sind vegetarisch

13. Dezember 2009

Vor einiger Zeit habe ich mal eine Produktanfrage bei dem Hersteller Thüringer Landgarten (gehören zu Demeter) gemacht, um herauszufinden, ob deren Sauerkonserven (in Branntweinessig eingelegtes) vegetarisch sind. Dazu habe ich folgende (positive) Antwort bekommen:

Bei der Herstellung des Branntweinessigs erfolgt keine Klärung.
Der Branntweinessig wird nur filtriert. Dabei wird ein Mikrofilter aus Kunststoff eingesetzt.
Die Herstellung erfolgt ohne den Einsatz tierischer Stoffe.
Alle Produkte aus unserem Haus die Branntweinessig enthalten, wurden mit dieser Technologie hergestellt.

Leider habe ich nicht dran gedacht, auch nach dem Etikettenkleber zu fragen, so dass ich nicht sagen kann, ob die Produkte auch vegan sind.

Ich bin Pascha des Monats

03. Dezember 2009

Es ist zwar schon etwas her und ich hatte mich ursprünglich nur im Stillen drüber amüsiert, dass die Piratenpartei von der Emma zum «Pascha des Monats» ernannt wurde. Aber da das dann doch noch ein paar mal irgendwo aufgegriffen wurde und man ja ohnehin nie weiß, welch unschuldige Seelen das verwehentlich lesen könnten, hier noch mal mein kommentar dazu, den ich schon irgendwo anders ebenfalls hinterlassen habe:

Um die Gleichberechtigung in Deutschland muss es außerordentlich gut bestellt sein, da man bei der Emma anscheinend keine anderen Probleme hat, als sich über das Geschlechterverhältnis in der Piratenpartei aufzuregen.

Der Grund für das beklagte Ungleichgewicht wird natürlich sofort verortet: Es muss sich hier mit absoluter Sicherheit um einen patriarchalischen Macho-Verein handeln, dessen einziges Ziel es ist, die Gleichberechtigung zu unterminieren (genauso wie mindestens jeder Kampfsportverein mit hohem Männeranteil)!

Denn schließlich wissen wir ja, dass, sofern sich das Geschlechterverhältnis nicht im exakten Verhältnis von 1:1 – oder gar 51% Frauenanteil, denn schließlich gibt es von ihnen geringfügig mehr auf dieser Welt – befindet, es sich mit absoluter Sicherheit um Diskriminierung selbiger handeln muss. Warum hat sich eigentlich noch niemand über den zumeist absolut nichtigen Männeranteil in Ballettkursen beschwert? Die armen müssen dort ja furchtbar unterdrückt werden, so wenige, wie daran teilnehmen.

Vielleicht sollte man sich in der Emma-Redaktion aber einfach noch mal überlegen, was denn der Begriff «Gleichberechtigung» überhaupt bedeutet. Damit ist nämlich, entgegen – anscheinend – landläufiger Meinung, nicht ein künstlich hergestelltes, absolut ausgeglichenes Verhältnis beider (oder aller?) Geschlechter gemeint, sondern die Tatsache, dass jeder die Möglichkeit hat, sich dort zu engagieren, wo er will – ob er diese nun wahrnimmt oder nicht, bleibt ihm jedoch immer noch selbst überlassen.

Vom generellen Unverständnis und daraus folgender Fehlinformation über die Ziele der Piratenpartei ganz zu schweigen, aber sowas ist ja ohnehin nicht mehr so richtig modern.

Ohne Bezug vielleicht trotzdem erwähnenswert: Wer den Link oben angeklickt hat, dem ist vielleicht aufgefallen, dass die Emma sich lediglich als «Magazin von Frauen» bezeichnet… von Frauen als Zielgruppe ist nicht die Rede. Jetzt frage ich mich allerdings noch, was davon sexistischer ist.

«Ich beschäftige mich nicht damit, aber motzen tu ich trotzdem» (Update)

02. Dezember 2009

So oder so ähnlich scheint das Credo von Chris zu sein. Zumindest legt er den Piraten in seinem neusten Artikel mal wieder nahe, doch bitte nicht so viele Spinner in den Vorstand zu wählen (was ich selbstverständlich unterstütze und nach bestem Wissen und Gewissen zu befolgen versuche), aber sobald man ihn dann fragt, wie man die denn im Vorfeld erkennen soll (rechtsverbindliche Irrenmarkierung?), heißt es lapidar: «Hatte ich schon erwähnt, dass ich mich mit den Piraten-Deppen weitestgehend nicht mehr auseinandersetze?»

Es sei dir ja herzlich vergönnt, dich nicht mit der Piratenpartei auseinanderzusetzen – aber dann gib doch auch nicht irgendwelche wirren ‹Tips›, die jeder Realisierungsmöglichkeit entbehren… das nützt keinem.

Warum ich das jetzt hier auf meinem Blog schreibe und nicht direkt bei F!XMBR? Nun ja, die Kommentare zum Post sind anscheinend geschlossen und ohnehin weiß man da sowieso nie, was durchkommt und was in der persönlichen Abneigung der Autoren hängenbleibt (und nein, selbstverständlich habe ich weder gegen Chris noch Oliver irgendwelche persönlichen Abneigungen; ich kenne sie ja nichtmals).

(Nachtrag: Ich hatte in dem besagten Post ursprünglich auch einen Kommentar hinterlassen, dieser wurde mittlerweile entfernt.)