Vorhin ist mir etwas doch leicht befremdlich passiert. Auf meinem Heimweg von der Schule liegt ein Edeka, bei dem ich seit ca. einem Jahr einen Teil meiner Einkäufe erledige - man kann also behaupten, ich war schon öfter dort. Nun bin ich heute mal wieder dorthin gegangen. Da ich, wie üblich, direkt von der Schule kam, hatte ich logischerweise noch meine Schulsachen dabei. Als ich grade dabei war, den laden zu betreten, macht eine Angestellte am «Info Point» (ich habe mich ja schon immer gefragt, wofür diese eigentlich da sein sollen…) auf sich aufmerksam.
Sie: Äh… den Rucksack dürfen Sie aber nicht mit reinnehmen!
Ich (verwirrt): Wie bitte?
Sie: Den Rucksack müssen Sie leider hier lassen.
Ich (schaue erst meinen Rucksack, dann die Frau verwirrt an): …was?
Sie: Tut mir Leid, aber Sie dürfen Ihren Rucksack nicht mit reinnehmen.
Ich: *ratter* *klick* *ratter*
Gehirn: Frag sie, ob das ein Scherz sein soll; frag sie, ob das ein Scherz sein soll; frag sie…
Ich: Sie haben ja’n Arsch offen!
(Gehirn: …)
Daraufhin ließ ihr Gesicht kurze Perplexität ob meiner vulgären Ausdrucksweise aufblitzen. Nachdem sie sich dann wieder gefasst und mit einem sachlichen «nein» geantwortet hatte, hab ich mich dann entschlossen, in Zukunft woanders einzukaufen.
Abgesehen davon, dass ich meine Sachen einfach nicht gerne irgendwelchen Fremden überlasse… seit wann gilt man mit Verstauungsmöglichkeiten in einem Laden automatisch als potentieller Dieb (ich nehme mal an, das ist der Grund für das Taschenverbot)? Nicht genug, dass man in jedem zweiten Supermarkt mittlerweile videoüberwacht wird, jetzt muss man auch noch seine Sachen am Eingang abgeben.
Also zumindest Kundenfreundlichkeit definiere ich irgendwie anders…





5 Kommentare
Obwohl ich dein Unverständnis hinsichtlich des Rucksack-Verbots (und des Info-Punkts - wtf?) teile - die Angestellte kann da sicher nichts für. Deine “vulgäre” (und vor allem äußerst unhöfliche und damit äußerst unangebrachte) Ausdrucksweise hättest du lieber dem Filialleiter angediehen.
Nun, das ist mir schon klar, dass die arme Frau nichts dafuer konnte. Wie man an meiner Schilderung vielleicht ablesen kann, war das auch nicht unbedingt das, was ich fuer das kluegste zu sagen hielt - aber wie das nun mal so ist, spricht man manchmal, bevor man drueber nachdenkt.
Aber dir ist das bestimmt noch nie passiert.
P.S. Also nur, weil mich das jetzt schon wochenlang quaelt: Trotz meiner vermutlich mal wieder leicht entgleisten Formulierung, war das keinesfalls irgendwie als Angriff oder dergleichen gemeint… [und jetzt weisst du vermutlich auch, wie sich die arme Edeka-Frau gefuehlt haben koennte]
Ich weiß ja nicht wie das bei euch ist, aber ich kenne einige kleinere Supermärkte/Lebensmittelgeschäfte, die keine größeren Taschen zulassen. Das ist keine gezielte Diskriminierung von Rucksackträgern - die sind wahrscheinlich nicht sonderlich nützlich, da man - wenn man stehlen wollte - die Ware ja auf den Rücken bringen müsste.
Das ein Geschäft nicht will, das man große Taschen mit auf die Verkaufsfläche nimmt, verstehe ich. Mehr würde ich da nicht hineininterpretieren. Wenn man in eine Disco geht oder ein Flugzeug besteigen will, muss man ja auch durch eine Sicherheitskontrolle - ohne das man unterstellt bekommt, Schläger bzw. Terrorist zu sein.
Sicherlich richtig, nur finde ich diesen Generalverdacht doch etwas uebertrieben. Insbesondere spielt fuer mich aber eine Rolle, dass ich meinen Rucksack nach der Schule nun mal mitnehme und ihn auch ungerne bei irgendwelchen Fremden liegen lasse.
Da kaufe ich dann eben doch lieber woanders ein; wobei das aber natuerlich jeder fuer sich entscheiden kann.
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