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Sind Stimmen für kleine Parteien verschenkte Stimmen?

Ralph meint: nein. Und ich auch. Denn auch, wenn eine Partei die 5%-Hürde letztendlich nicht überschreitet, so gibt es trotzdem ab 1% (bzw. 0,5%) Wahlkampfkostenerstattung für diese Partei, so dass es aus Sicht der Partei schon mal definitiv einen Unterschied machen kann. Außerdem unterstützt man, indem man nicht oder ungültig wählt, schon mal automatisch die etablierten Parteien; in der Regel die mit den meisten Prozentpunkten. Auch bekommen sie dadurch letztendlich mehr Geld durch Kostenerstattung.

Man sollte auch bedenken, dass eine kleine Partei überhaupt nur wachsen kann, wenn sie erstmal Leute wählen, auch wenn sie noch keine Aussicht auf 5% der Stimmen haben. Denn kaum eine Partei fängt wohl mit so großen Anteilen an.

Und zu guter Letzt… wer gar nicht wählt, hat am Ende zumindest weniger Legitimation, sich über die herrschenden Verhältnisse zu beschweren, da er sich ja aus der Willensbildung heraushält und damit effektiv zu verstehen gibt, dass er mit der Meinung der Mehrheit einverstanden ist. Wenn man zur Politik an sich keine Meinung hat, kann man das vielleicht tun, ansonsten sollte man es - meines Erachtens - nicht.

Ausführliches dazu und einen Parteienvergleich gibt es auch noch.

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