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Tag-Archiv: hmm

«Ich beschäftige mich nicht damit, aber motzen tu ich trotzdem» (Update)

02. Dezember 2009

So oder so ähnlich scheint das Credo von Chris zu sein. Zumindest legt er den Piraten in seinem neusten Artikel mal wieder nahe, doch bitte nicht so viele Spinner in den Vorstand zu wählen (was ich selbstverständlich unterstütze und nach bestem Wissen und Gewissen zu befolgen versuche), aber sobald man ihn dann fragt, wie man die denn im Vorfeld erkennen soll (rechtsverbindliche Irrenmarkierung?), heißt es lapidar: «Hatte ich schon erwähnt, dass ich mich mit den Piraten-Deppen weitestgehend nicht mehr auseinandersetze?»

Es sei dir ja herzlich vergönnt, dich nicht mit der Piratenpartei auseinanderzusetzen - aber dann gib doch auch nicht irgendwelche wirren ‹Tips›, die jeder Realisierungsmöglichkeit entbehren… das nützt keinem.

Warum ich das jetzt hier auf meinem Blog schreibe und nicht direkt bei F!XMBR? Nun ja, die Kommentare zum Post sind anscheinend geschlossen und ohnehin weiß man da sowieso nie, was durchkommt und was in der persönlichen Abneigung der Autoren hängenbleibt (und nein, selbstverständlich habe ich weder gegen Chris noch Oliver irgendwelche persönlichen Abneigungen; ich kenne sie ja nichtmals).

(Nachtrag: Ich hatte in dem besagten Post ursprünglich auch einen Kommentar hinterlassen, dieser wurde mittlerweile entfernt.)

Wo gingen Schäuble und Schavan zur Schule?

25. Juni 2009

In Bezug auf das Spickmich-Urteil erklärten Wolfgang Schäuble und Annette Schavan heute, anonyme Bewertungsplattformen würden dem «besonderen Vertrauensverhältnis» zwischen Lehrern und Schülern nicht gerecht. Jetzt würde mich echt mal interessieren, auf welche Schule die gegangen sind. Ich zumindest kann mich nicht erinnern, zu irgendeinem Lehrer überhaupt irgendein Vertrauensverhältnis gehabt zu haben - ganz zu schweigen von einem besonderen.

Klar war mir durchaus auch mal ein Lehrer sympathisch - ob das umgekehrt ebenfalls vorkam, kann ich nicht beurteilen, wage es aber zu bezweifeln - dennoch ist in meinen Augen selbstverständlich, dass noch jeder Lehrer als subjektiv, eventuell auch voreingenommen oder parteiisch angesehen werden muss. Möglicherweise ja auch unbewusst oder unabsichtlich, das möchte ich hier gar nicht bestreiten. Lehrer sind ja auch nur Menschen und damit per definitionem alles andere als perfekt. Und so dürfte es sich in den meisten Fällen auch für die eigene Person als negativ erweisen, Kritik an den Lehrmethoden einer Autoritätsperson zu üben. Aber selbst wenn nicht (ich erinnere mich an Fälle, in denen Lehrer sogar nach Kritik an ihrem Unterricht fragten), ‹fürchten› viele Schüler sicherlich trotzdem Repressalien oder Benachteiligung.

Und dem kommt dann so ein Bewertungsportal durchaus entgegen (außerdem kann man sich dadurch auch klassenübergreifend viel einfacher über die Meinungen anderer informieren, aber das nur am Rand). Jedenfalls denke ich nicht, dass das Schüler-Lerhrer-Verhältnis (wie auch immer es im Einzelfall nun aussehen mag) durch eine anonyme Plattform in irgendeiner Weise gefährdet ist. Schließlich ist die ja anonym.

Die Sperrliste «identifiziert» kinderpornografische Seiten?

25. Juni 2009

In einem Interview mit Franziska Heine und Ursula von der Leyen in der ZEIT (und in gekürzter und irreführender Fassung auch in deren Print-Ausgabe) macht Frau von der Leyen unter anderem diese Aussage:

Die Technik der Zugangssperren führt dazu, dass wir jetzt erstmals systematisch kinderpornografische Websites identifizieren.

Jetzt frage ich mich: Wie soll man das verstehen? Webseiten werden erst dann als illegal bzw. Seiten mit dokumentiertem Kindesmissbrauch identifiziert, wenn sie bereits auf der Sperrliste sind? Wie kommen sie dann auf die Sperrliste? Oder kommen in entsprechendem Verdacht stehende Seiten etwa automatisch drauf? Und inwiefern hilft eine Sperre dabei, Internetseiten zu «identifizieren», die man, um sie auf genannte Liste zu bekommen, sowieso erstmal finden muss? Und nach welchem «System» wird da überhaupt vorgegangen?

Mit anderen Worten: Was will uns Ursula von der Leyen damit sagen?

Auch Jörg-Olaf Schäfers von Netzpolitik.org und Torsten vom Notizblog machen sich Gedanken dazu.

Schreibstil

18. Juni 2009

Beim Verfassen von Beiträgen für diesen Blog (oder natürlich auch anderswo), schreibe ich in der Regel, wie ich auch spreche - natürlich nicht genau so, aber ich meine damit, ohne mir großartig Gedanken über die ‹beste› Formulierung zu machen, alles noch mal gegenzulesen (außer in Bezug auf Rechtschreibung und Grammatik) und insbesondere ohne mich mit der Qualität des ‹Textflusses› zu beschäftigen oder mir die Frage zu stellen, ob ein angemessener Spannungsbogen vorhanden ist.

Und ich denke, das merkt man auch. Mit anderen Worten: Meine Einträge hier sind vermutlich allein von der Formulierung her furchtbar zu lesen; außer, wenn einen der Inhalt wirklich interessiert, würde man sie freiwillig nicht lesen. Da ich das hier nur hobby-mäßig betreibe, nehme ich das mal so in Kauf.

Meines Erachtens müsste sich der perfekte Blog wie ein Roman von Chuck Palahniuk lesen. Dieser hat nämlich - im Gegensatz zu den meisten anderen Autoren übrigens - einen für meinen Geschmack fantastischen, sehr unterhaltsamen Schreibstil. Besonders im englischen Original sticht dessen Besonderheit und Wiedererkennungswert im Gegensatz zu den meisten ‹herkömmlicheren› deutlich hervor. Bei ihm macht das Lesen eines Textes sogar dann Freude, wenn einen der Inhalt eigentlich kaum bis gar nicht interessiert. Und wer kann das schon von sich behaupten?

(Übrigens ähnelt seine Art sich auszudrücken der meinigen überhaupt nicht; ihr könnt also gefahrlos etwas von ihm lesen, auch wenn euch mein Geschreibsel hier absolut nicht zusagt.)

Überhaupt bin ich ein Fan des Minimalismus. In diesem Sinne ähneln die Geschichten von Herrn Palahniuk vielleicht ein bisschen den Spielen von Team ICO - diese haben sich ja auch «Design by Substraction» auf die Fahnen geschrieben (oh nein - und ich dachte, ich müsste dieses seltsame Idiom nie benutzen!). Und so ähnlich verhält es sich bei Chuck auch: Nur die wichtigen Dinge werden erwähnt, und auch diese werden möglichst knapp zusammengefasst. So kann man auch das Ergebnis einer halben Ewigkeit an Nachgrübeleien, Argumentierung und Abwägung in dem Satz «erst, nachdem wir alles verloren haben, haben wir die Freiheit, alles zu tun» subsumieren.

Und genau das gefällt mir auch - dieses Fehlen des Überflüssigen. Denn weder ein Text noch ein Spiel (noch ein Film noch ein…) braucht Elaboriertheit, um zu beeindrucken. Manchmal ist es eben diese Konzentration auf das Wesentliche, die die Faszination von etwas ausmacht.

Fazit: Ich sollte an meinem Schreibstil arbeiten…

Welches Linux für mein Netbook?

03. Mai 2009

Nach einigem Hin & Her und längerem Grübeln ist es nun endlich soweit - ich habe mir ein Netbook bestellt. Angekommen ist es noch nicht, aber umso länger kann ich mich noch auf meinen EeePC freuen. Und mir überlegen, mit welchem Betriebssystem ich es bestücken werde, denn das vorinstallierte Windows XP wollte ich nicht nehmen. Erstens steige ich ja sowieso grade um und zweitens scheint die Leistung auch nicht perfekt an die Ansprüche eines Netbooks angepasst zu sein.

Abgesehen davon… all die Möglichkeiten! Ich bin direkt mal wieder überfordert und weiß gar nicht, was ich nehmen soll. Da ich mich auch auf dem Desktop zunächst für Kubuntu entschieden hatte, wäre ja Eeebuntu naheliegend. Wie bereits dem Namen zu entnehmen ist, ist die Distribution explizit auf EeePCs ausgelegt (läuft allerdings auch auf dem Acer Aspire One).

In die gleiche Richtung geht dann auch Easy Peasy (ehemals «Ubuntu Eee»). Auf der Website wird sich in Bezug auf Netbooks allerdings nicht auf ein bestimmtes Gerät festgelegt. Leider wird auch sonst mit Informationen eher gegeizt (mich interessiert dabei ja vor allem die ungefähre Größe einer fertigen Installation, da 12GB nun wirklich nicht allzu viel Speicherplatz sind).

Und dann gibt es da ja noch Eeedora… zumindest so halb. Nach einer Unterhaltung von neulich interessiert mich Fedora ja schon etwas (nicht, dass ich jetzt viel darüber sagen könnte - oder es eine Linux-Distribution gäbe, die ich prinzipiell erstmal uninteressanter fände… es sei denn vielleicht, es wäre eine kommerzielle Variante). Da ich ja eher so zu den DAUs zähle, bin ich natürlich etwas skeptisch - aber zumindest werde ich das ganze bis zur Ankunft meines neuen Babys Spielzeugs mal im Auge behalten.

Zu guter Letzt gibt es auch noch einige Distributionen, die zwar nicht explizit auf Netbook-Gebrauch ausgelegt sind, aber trotzdem passend und kompatibel zu sein scheinen. So macht Linux Mint beispielsweise einen vernünftigen Eindruck auf mich - andererseits kenne ich mich ja auch wieder nicht wirklich umfassend aus. Der Fokus auf niedrige Hardware-Anforderungen scheint aber schonmal netbook-kompatibel zu sein; auch die umfassende Multimedia-Unterstützung ist sicherlich nicht verkehrt, wenn man nicht erstmal stundenlang basteln will (hierzu sei im Übrigen angemerkt, dass ich auch unter Kubuntu eigentlich keine Kompatibilitätsprobleme hatte… andererseits habe ich meinen Scanner auch gar nicht erst versucht, zum Laufen zu bringen).

Ebenfalls reizvoll ist natuerlich auch die Idee, einfach Xubuntu zu installieren (gibt auch schon eine angepasste Version für Netbooks). Neuere Releases von Mandriva scheinen auch eee-freundlich zu sein.

So viele Möglichkeiten… so wenig Ahnung!

P.S. Warum gibt es die 20GB-Linux-Version des EeePC 901 eigentlich nicht in Deutschland…? Sie wäre so perfekt gewesen, dass ich kaum noch hätte drüber nachdenken müssen!

Filesharing per Mail?

31. Januar 2009

Wie ich so neulich auf gulli las, kam mir eine - zugegebenermaßen vermutlich nicht sehr originelle - Idee, die ich euch trotzdem nicht vorenthalten möchte.

Und zwar dachte ich mir, wie im obigen Beitrag schon angedeutet, dass man ja eigentlich einen Account bei einem Freemail-Anbieter für Filesharing-Zwecke nutzen könnte. Es müsste sich doch nur jemand einen Account bei einem beliebigen Freemail-Anbieter (aufgrund des ca. 7GB umfassenden Speicherplatzes drängt sich Googlemail dabei ja gradezu auf… aber ich schweife ab) erstellen, dessen Nutzername und Passwort keinerlei Verbindung zur eigenen Person aufweisenen - natürlich sollte man dabei entsprechende Anonymisierungsdienste zum Verschleiern der IP benutzen - und diese dann (mehr oder weniger) öffentlich zugänglich machen. Danach kann man dort dann so viele Dateien ‹parken›, wie man möchte. Und jeder, der sich einloggt, könnte sie runterladen…

Ist das nicht irgendwie verlockend? Man könnte sogar Wunschlisten und dergleichen anlegen, wie in einem klitzekleinen Forum… selbstverständlich könnte man kein riesengroßes Dateiarchiv anlegen - nicht mit ein paar Gigabyte (wenn überhaupt). Andererseits kann man sich ja auch einfach mehrere Benutzerkonten anlegen.

Kommt mir irgendwie bekannt vor…

25. Januar 2009

Das Europawahlprogramm der Grünen bzw. zumindest die entsprechende Meldung auf heise (man möge mir verzeihen, dass ich mir nicht gleich das komplette Programm durchgelesen hab) liest sich eigentlich fast wie das Programm der Piratenpartei (auch wenn die bisher keine Kultur-Flatrate fordern). Nicht, dass ich das schlecht fände - je mehr sich mit diesen Themen auseinandersetzen und sie auch noch unterstützen, umso besser!

Allerdings hab ich bei den Grünen mittlerweile so meine Zweifel, ob die das auch ernst meinen… oder eher: ob sie das später auch einlösen würden (unabhängig davon, was die sich jetzt denken). Die Erfahrung spricht leider eher dagegen. Schade eigentlich.

Was im Übrigen nicht heißen soll, dass ich diese Forderungen und Ideen so pauschal unterstützen würde. An so manchem Punkt habe ich dann doch noch meine Zweifel (namentlich diese Kultur-Flatrate… das riecht mir irgendwie zu sehr nach GEZ, ob mit oder ohne 2.0).

Gesetze

13. Januar 2009

Warum bekommen kleinere Parteien, obwohl eine Gleichbehandlung gesetzlich vorgeschrieben (Absatz 6&7) ist, in den öffentlich-rechtlichen Programmen Hessens eigentlich viel weniger Sendezeit als die großen, bereits bekannten Parteien?

Besonders interessant finde ich dazu diesen Abschnitt:

6. Während des Wahlkampfes ist lediglich den politischen Parteien, die in allen Wahlkreisen Wahlvorschläge eingereicht haben, Sendezeit zu gewähren. Die Sendezeit muß gleichlang und gleichwertig sein.

Heißt das, wenn es nicht überall Wahlkreiskandidaten gibt (und solche aufzustellen, ist nicht soo einfach, wie man vielleicht denkt, da eine kleinere Partei ja zusätzlich zu den ohnehin schon geforderten 1000 Unterschriften dann noch mal welche für die ganzen Wahlkreise von dort lebenden Personen braucht)? Auch, wenn das in bezug auf kleine Ein-Mann-Parteien vielleicht irgendwo verständlich ist, finde ich das nicht ganz koscher. Insbesondere, weil die Chancen für eine kleine Partei - oder überhaupt die meisten neben SPD und CDU - eine Kandidatenstimme zu bekommen, ja noch mal geringer sein dürften als für eine Zweitstimme, da bei den Direktmandaten letztendlich nur derjenige mit den meisten Stimmen weiterkommt.

Und warum bekommen Parteien, die einen höheren Mitgliedsbeitrag verlangen und mehr Spenden bekommen, auch eine höhere Wahlkostenerstattung (Absatz 1&5)? Müssten die nicht sowieso schon mehr Geld wegen des höheren Beitrags haben? Warum geht das überhaupt über den Beitrag und nicht, sagen wir mal, die Mitgliederanzahl an sich? Sollte es nicht eher möglichst vielen Menschen ermöglicht werden, sich auf diese Weise politisch zu engagieren? Und wenn nicht - sollten dann nicht wenigstens alle Parteien immerhin gleich behandelt werden, also gleich viel Erstattung bekommen?

Und wenn wir schon dabei sind, wieso beträgt die Obergrenze für staatliche Zuwendungen die der sonstigen Einnahmen der Partei (Absatz 4)? Ist es nicht vollkommen widersinnig, dass die, die ohnehin wenig einnehmen, auch nur wenig refinanziert bekommen können, während die, die bereits hohe Einnahmen haben, auch mehr zurückfinanziert kriegen? Ich meine, wo ist denn da bitte die Logik? «Ihr bekommt schon so viel, da darf’s ruhig noch ein bisschen mehr sein!»?

Also gerecht finde ich das nicht.

Hmm?

05. Januar 2009

(Ja, ich gestehe, ich schaue Criminal Minds.)

Ist es nicht ein klitzekleines bisschen unlogisch oder zumindest unglaubwürdig, dass sich ausgerechnet Reid mit dem «fotografischen Gedächtnis» nicht mehr richtig an den Nachnamen von Penelope Garcia erinnert? Nur so ein Gedanke…

Oder vielleicht hat er ihn ja einfach bloß nie gelesen *hust*

Nachgefragt

11. Dezember 2008

Was genau ist eigentlich «Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.» (angeblich das erste der Zehn Gebote) gemeint? Heißt das, es gibt noch welche (gesetzt dem Fall, es gäbe denn auch den dort sprechenden Gott), man darf sie bloß nicht anbeten? Oder kann man sich die irgendwie selbst machen/aussuchen? Und wie genau «hat» man eigentlich einen Gott?

Wär doch mal ne Überlegung wert… für mich klingt das jedenfalls so, als stellte sich der Sprecher/Verfasser mit den anderen auf eine Stufe.