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Themenarchiv: Internet

Andere Provider – aber welche?

22. April 2009

Nun, da die freiwillige Zensur offiziell durch ist, ist es ja im Grunde mehr als höchste Zeit für mich, endlich den Provider zu wechseln. Das Problem dabei: wohin? Anhand dieser Liste kann man sich zwar einen kleinen Überblick verschaffen, wer zensiert und wer nicht, und wie die nicht zensierenden Anbieter zum geplanten Zensurgesetz stehen.

Nun fällt dabei sofort auf, dass nicht sehr viele Provider der geplanten Zensur überhaupt kritisch gegenüberstehen. Und die, die es tun, sind entweder regional beschränkt (M-net), bedienen seit neustem keine Privatkunden mehr (QSC) oder haben eine Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten (EWE Tel). Damit fallen drei von vieren für mich schon mal pauschal aus. Einzig und allein Manitu – übrigens auch mein heimlicher Favorit aus der Liste – hat keine Konditionen, die mich daran hindern, dorthin zu wechseln.

Allerdings braucht man einen T-DSL-Anschluss. Über den ich natürlich nicht verfüge. Also erstmal bei der Telekom angerufen und mich informiert (0800 330 1 000). Um so einen zu bekommen, ist wohl zwangsweise auch ein dortiger Telefonanschluss von Nöten. Grundgebühr: ca. 19€ pro Monat. Sofern man, wie ich, noch nicht über einen bestehenden Anschluss bei der Telekom verfügt, kommen dann noch mal Einrichtungsgebühren von 99€ für DSL sowie 60€ für die Telefonleitung hinzu (an dieser Stelle habe ich nciht ganz verstanden, ob die Gebühren für die Telefonleitung wegfallen, sollte man auch noch DSL dazu buchen – ich bitte hierfür um Verzeihung). Letztendlich kommen dann noch die Gebühren für den eigentlichen DSL-Anschluss dazu, welche sich nach der gebuchten Geschwindigkeit berechnen.

Verfügbar sind folgende Tarife:

DSL 1000: 17,43€/Monat
DSL 2000: 20,51€/Monat
DSL 6000: 25,64€/Monat
DSL 16000: 30,77€/Monat

Alles in allem also mindestens ~46€ im Monat (inklusive der 10€ Gebühren an Manitu, die ebenfalls noch anfallen) plus die Einrichtungsgebühr. Ich muss gestehen… das ist dann doch etwas teuer. Immerhin gibt es nur eine Mindestvertragslaufzeit von vier Wochen.

Und nun? Zu einem Anbieter wechseln, der zwar noch nicht vertraglich zensiert, aber eigentlich nur noch auf eine entsprechende gesetzliche Regelung wartet…?

Mehr alternative DNS-Server

21. April 2009

Aufgrund jüngster Ereignisse dürfte es mittlerweile für eine ziemlich große handvoll Leute interessant geworden sein, auf alternative DNS-Rootserver umzusteigen. Ich hatte mich ja vorher schon mal damit beschäftigt und dabei einen Bericht über meine Erfahrungen damit angekündigt.

Meine erste Wahl war damals OpenNIC gewesen – mehr aus Zufall denn aus Überzeugung am Konzept. Zwar schien mir die Idee dahinter ganz vernünftig, auch die zusätzlichen Namensräume haben mich gereizt, aber zur Qualität kann man im Vorfeld ja selten etwas sagen. Also war ausprobieren angesagt. Mittlerweile benutze ich andere DNS-Server, da ich bei OpenNIC zumindest gefühlsmäßig öfter mit Unerreichbarkeit (insbesondere bei Deep Links) zu kämpfen hatte. Die alternativen Namensräume schienen zwar zu funktionieren, allerdings gab es keine Domain, unter der wirklich eine existente Seite zu finden war (oder ich habe doch irgendwas falsch gemacht – für diesen Fall bitte ich um Aufklärung).

Daher habe ich mich dann – wiederum recht spontan, da grade im Netz drüber gestolpert – für einen Server der German Privacy Foundation entschieden. Als Alternative habe ich den kürzlich gestarteten DNS-Server des FoeBuD hinzugefügt.

Zwar bieten weder GPF noch FoeBuD alternative Namensräume (wie z.B. u.a. auch Cesidian Root) an, dafür hatte ich mit der sonstigen Benutzung bisher absolut keine Erreichbarkeits- oder Geschwindigkeitsprobleme.

Eine gute Anleitung zur Nutzung alternativer Rootserver gibt es übrigens (nicht nur) hier.

Die 13 Lügen der Zensursula

19. April 2009

Ein sehr schöner Beitrag auf Netzpolitik.org, in dem die Aussagen von Zensursula von der Laien Ursula von der Leyen zum Thema Kinderpornografie im Internet und ihrer geplanten Zensur analysiert und auseinander genommen werden. Für alle, die das Thema interessiert, die noch Argumente brauchen, keine Meinung haben, für Netzzensur im Allgemeinen oder Seitensperren im Besonderen sind, eine dringende Leseempfehlung.

(Ich weiß, ist jetzt nur Fremdinhalt und das Blog ist eh in meiner Linkliste, aber VERDAMMT NOCH MAL, LEST DAS!)

Meine Firefox-Addons

02. April 2009

Da ich ein recht begeisterter Feuerfuchs-Nutzer bin und meinen liebgewonnen Browser dementsprechend mit Addons vollknalle, gleichzeitig aber – aufgrund der schieren Masse an verfügbaren Zusätzen auf der Mozilla-Website meistens leider eher erfolglos – selbst immer auf der Suche nach nützlichen kleinen Spielereien Erweiterungen bin, will ich hier mal einen kurzen Überblick über die von mir verwendeten Firefox-Addons bieten. Zumindest die, ich schon ausgiebiger nutzen konnte und mich somit in der Lage sehe, zumindest eine Einschätzung dazu abgeben zu können.

Adblock Plus
Vermutlich mein liebstes Addon (und nicht nur meins). Schlicht und einfach ein Werbeblocker. Mittels Blockierlisten kann eingestellt werden, was angezeigt werden soll und was nicht – Filterlisten können dabei aus dem Internet abonniert oder aber komplett selbst erstellt werden; Mischlösungen sind selbstverständlich ebenfalls möglich. Bei mir inklusive dem Element Hiding Helper, der es auf sehr einfache Weise ermöglicht, blockierbare Elemente direkt auf der entsprechenden Seite auszuwählen.

BetterPrivacy
Löscht Flash-Cookies und ermöglicht das Deaktivieren von DOM-Storage und Ping-Tracking.

Bookmark Duplicate Detector
Wie der Name schon sagt, sucht dieses Addon auf Wunsch nach doppelten Lesezeichen (und entfernt diese bei Bedarf natürlich auch). Dabei wird der Fundort in der Ordnerstruktur angegeben, so dass sich die Duplikate einfach lokalisieren und entfernen lassen.

ChatZilla
Eine Erweiterung, die das Nutzen von IRC über den Browser ermöglicht. Dürfte nicht so viele Funktionen haben wie mIRC (ich denke hier an Dateiübertragung etc.), dafür ist er kostenlos und frei.

ColorZilla
Lässt einen Farben direkt aus Bildern picken (ähnlich der Farbpipette aus Grafikprogrammen). Kann auch zoomen. Bedingt nützlich, da ich, wenn ich Farbwerte brauche, meistens sowieso schon ein Bildbearbeitungsprogramm offen habe und dann auch gleich per Screenshot an diese gelangen kann.

ColoUnREadTabs
Formatiert die Titel ungeöffneter Tabs neu, so dass diese leicht wiederzuerkennen sind. Sehr praktisch, wenn man wie ich tab-Fetischist ist und jeden interessant aussehenden Link erstmal in einem neuen Tab öffnet, nur, um ihn dann später nicht mehr wiederzufinden oder zu übersehen (es gibt auch andere Addons, die eine solche Funktion mitbringen, z.B. Tab Mixer Plus).

Context Search
Mit diesem Addon kann man bei markiertem Text per Rechtsklick direkt auf alle eingetragenen Suchmaschinen zugreifen anstatt nur auf die momentan ausgewählte.

CustomizeGoogle
Fügt den Ergebnisseiten von Google verschiedene zusätzliche Informationen hinzu (u.a. Links zu anderen Suchmaschinen mit den gleichen Suchwörtern) und entfernt die Werbelinks. Eigentlich recht unnütz, da ich ohnehin kaum mit Google suche.

DownThemAll!
Ein Download-Manager – hauptsächlich deshalb im Einsatz, weil meine Internetverbindung sehr langsam ist und man hiermit Downloads zwischendurch abbrechen und dann wiederaufnehmen kann, ohne alles noch mal herunterladen zu müssen. Außerdem neigt Firefox ja auch zu gelegentlichen Abstürzen… ausgerechnet für diesen habe ich mich übrigens entschieden, weil ich schnell einen brauchte und dieser den lustigsten Namen hatte (jaja, ich weiß).

ErrorZilla Plus
Erweitert die Fehlerseite, die angezeigt wird, sobald eine Seite nicht erreichbar ist, um eine automatische Suche im Google Cache, dem Internet-Archiv und einigen anderen ähnlichen Services sowie Ping und Traceroute des Servers.

Fast Video Download
Extrahiert in Webseiten eingebundene Videodateien und stellt diese per Link zum Download bereit. Nützlich, wenn einem mal wieder jemand Zugriff auf (eigentlich) angebotene Inhalte, die sich sowieso schon auf dem eigenen Computer befinden, verwehren will – funktioniert aber leider nicht immer.

Fasterfox
Bietet ein paar Optionen, um die Geschwindigkeit vom Feuerfuchs etwas aufzumotzen. Leider gibt es noch keine öffentliche Version für Firefox 3, daher nur auf meinem alten PC mit Firefox 2 im Einsatz.

Faviconiac Search Engines
Fügt den Ergebnissen einiger Suchmaschinen die Favicons der entsprechenden Seite hinzu. Leider nicht kompatibel mit Scroogle oder Ixquick.

FireFTP
Wie der Name bereits andeutet, handelt es sich hierbei um einen FTP-Klienten. Gefällt mir vom Handling sehr gut und unterstützt SSL/TLS (mit der neusten Version von FileZilla hatte ich damit bei meinem momentanen Provider Probleme; wobei das natürlich auch am Provider liegen kann statt am Programm). Auch sonst gibt es einige komfortable Funktionen, wie beispielsweise das automatische Konvertieren von Dateinamen in Kleinbuchstaben beim Upload.

Foxmarks Bookmark Synchronizer
Speichert die Lesezeichen auf einem Server, so dass man sie von überall her abrufen kann, und synchronisiert sie anschließend. Es ist auch möglich, mehrere Synchronisationsprofile anzulegen, damit einige Lesezeichen nicht überall auftauchen, oder die Daten auf einen eigenen Server zu laden (meines Erachtens ein wichtiger Aspekt wegen Datenschutzgründen).

FoxyProxy
DAS Proxy-Tool für Firefox schlechthin. Ermöglicht es, mehrere Proxy-Verbindungen zu speichern und diese anhand von konfigurierbaren Mustern zu benutzen. So kann für jede Domain eine eigene Proxy-Einstellung benutzt werden, ohne, dass man ständig irgendwas umstellen muss (beispielsweise kann I2P für .i2p und TOR ausschließlich für .onion URLs benutzt werden).

Ghostery
Zeigt – je nach Einstellungen – ein kleines Popup an oder lässt das Addon-Symbol in der Statusleiste rot aufleuchten, wenn eine Seite z.B. Statistik-Tools wie Google Analytics etc. verwendet. Verwendungsgrund: Reine Neugier – ich habe die Scripts entsprechender Seiten ja sowieso deaktiviert.

Greasefire
Hinterlegt das Statusleisten-Icon von Greasemonkey rot, wenn für die aufgerufene Seite Greasemonkey-Scripte verfügbar sind. Benutze ich manchmal, aber meistens übersehe ich es sowieso… genau wie ich GM selbst gerne vergesse und nur auf ganz wenigen Seiten überhaupt einsetze. Aber wenigstens haben.

Greasemonkey
Ermöglicht, ähnlich wie Stylish, das einbinden externer Scripts auf einer beliebigen Seite, um so zum Beispiel das Aussehen zu verändern oder zusätzliche Optionen zu bieten. Theoretisch recht praktisch, allerdings mangelt es meiner Meinung nach noch an guten Scripten, welche oftmals auch nicht mehr ganz aktuell sind, so dass Layout-Informationen nur noch zum Teil überschrieben werden, was dann unter anderem seltsame Farbgebungen zur Folge haben kann.

gui:config
Fügt einigen erweiterten Einstellungen, die sonst nur über about:config zu erreichen sind, eine grafische Benutzeroberfläche hinzu. An sich eine nette Idee, allerdings brauche ich die meisten dieser Optionen nicht wirklich, muss hingegen für andere sowie noch in das Konfigurationsverzeichnis.

Highlander
Überprüft bei jedem neu aufgerufenen Tab, ob schon eins mit der selben URL geöffnet ist und springt, falls ja, dann einfach dort hin. Sehr praktisch, wenn man – wie ich – viele Tabs benutzt und dann vergisst, dass sie überhaupt da sind (und dann am Ende alles doppelt und dreifach hat).

Link Alert
Bei bestimmten Linktypen wird dem Cursor ein kleines Symbol angefügt, das über die Art des Links Auskunft gibt (z.B.: JavaScript-Link, öffnet in einem neuen Fenster, verschlüsselt,…) – zunächst gewöhnungsbedürftig, dann aber durchaus recht praktisch.

Live IP Address
Zeigt die momentane externe IP-Adresse in der Statusleiste an und speichert diese per Mausklick in die Zwischenablage.

Menu Editor
Ermöglicht es einem, Elemente aus dem Kontextmenü zu entfernen oder hinzuzufügen. EXTREM praktisch, wenn man sich zig Erweiterungen installiert, die dann ungewollt die Menüs mit Optionen vollkleistern, die man gar nicht braucht.

Morning Coffee
Öffnet durch einen Klick vorher festgelegte Links zu bestimmten Wochentagen. Praktisch, wenn man bestimmte Seiten zu bestimmten tagen besucht, weil es dort normalerweise Updates gibt.

NoScript
Blockiert per default JavaScript, Flash, Java und andere Firefox-Plugins, sofern man es nicht explizit (permanent oder temporär) für die Seite erlaubt. Sehr schön, wenn man nicht gleich mit Scripten, musikalisch hinterlegten Flash-Intros und ähnlichem Zeug zugeknallt werden will, sobald man mal einen Link öffnet. Außerdem werden YouTube-Videos nicht direkt abgespielt, wenn man das nicht möchte (= toll).

Open in Window
Lässt einen Links per Kontextmenü erzwungenermaßen im gleichen Fenster öffnen (für ungewolltes target="_blank" auf Webseiten).

Organize Status Bar
Ermöglicht es, die Symbole in der Statusleiste beliebig anzuordnen. Da ich Dinge gerne selbst sortiere, um so eine bessere Übersicht zu behalten, bei den vielen Addons quasi ein Muss.

RefControl
Lässt einen einstellen, ob und welcher Referrer beim Surfen übertragen wird. Inklusive Whitelist für den echten Referrer.

Save Image in Folder
Lässt einen Bilder in vordefinierten Ordnern speichern (optional mit vorheriger manueller Namensänderung/-eingabe), so dass man nicht jedesmal durch seine Festplatten browsen muss, wenn man ein Bild in einem bestimmten Ordner speichern will. Manchmal muss man allerdings aufpassen, dass man nicht versehentlich was überschreibt…

Smart Link
Macht aus einfachem Text mit URL-Syntax einen Link. Einfach entsprechenden Text markieren und per Kontextmenü als Link in einem neuen Tab oder Fenster öffnen lassen. Zwar nicht ganz so komfortabel wie Text Link, da trotzdem noch markieren und rechtsklicken notwendig ist, funktioniert dafür aber auch bei URLs ohne http:// oder www. Arbeitet leider trotzdem nicht hundertprozentig verlässlich. Aus irgendwelchen Gründen nicht mehr auf der offiziellen Addon-Seite vorhanden…

Smart Middle Click
Lässt einen auch JavaScript-Links per Klick auf die mittlere Maustaste in einem neuen Tab öffnen. Theoretisch.

SSL-Blacklist
Warnt einen vor Seiten, deren SSL/TLS-Zertifikate eine MD5-Signatur haben oder andere potentielle Sicherheitslücken aufweisen (mehr Informationen darüber hier).

Tab Saver!
Wie der name schon sagt, eine Erweiterung zum Speichern der geöffneten Tabs beim Beenden von Firefox. Leider nur kompatibel mit Firefox 3, aber immerhin muss ich den Browser jetzt nicht jedesmal willentlich zum Absturz bringen, wenn ich ihn beenden will.

TabCounter
Speichert die Anzahl der momentan und insgesamt geöffneten Tabs und gibt Statistiken aus. Eigentlich unnütz, aber um ein bisschen rumzuspielen genau das richtige.

Text Link
Durch einen Doppelklick lassen sich nicht verlinkte URLs in einem neuen Tab öffnen. Funktioniert allerdings nur, wenn sie ein prädefiniertes Syntaxschema erfüllen (beispielsweise vorangehende Protokolldeklaration). Dafür natürlich komfortabler als Smart Link.

TimeTracker
Speichert die Zeit, die man mit Firefox verbringt.

Tweak Network
Wie der Name schon sagt, kann man mit diesem Addon ein wenig an den Netzwerkeinstellungen rumspielen (üblicherweise in der Hoffnung, dass Firefox dann schneller wird).

Usage Counter
Zeichnet ebenfalls die Zeit auf, die Firefox geöffnet ist. Interessanterweise liefert es jedoch andere Ergebnisse als TimeTracker…

Neuer Internet-Provider

30. März 2009

Ich brauche einen neuen Internet-Provider. Mein jetziger (Alice, vormals eigentlich ziemlich cool HanseNet) hat sich leider dazu entschlossen, bei der Zensurkampagne unser Unterdrücker polemischen Aktionisten Politiker mitzumachen. Zwar habe ich aufgrund anderer Nervereien (ich sage nur: Suchseite sowie «Kundenfreundlichkeit») sowieso schon länger mit dem Gedanken des Wechsels gespielt, das schlägt nun aber endlich dem Fass jeglichen Rest von Boden aus.

Wie wär’s mit UnityMedia? Jemand eine Ahnung?

(Stellt sich bloß noch die Frage, wie ich nun den Alice-Mobil-Anschluss wieder loswerde…)

Alternative DNS-Rootserver

06. März 2009

Da ich endlich mal wieder ein bisschen Zeit für Computer-Krams hatte (ja, ganz recht, ich MUSSTE vorher noch unbedingt Prince of Persia durchspielen…!), habe ich es tatsächlich mal geschafft, mich meinem Vorhaben anzunehmen, mich etwas mit alternativen DNS-Servern zu befassen.

Das erste Mal Wind von sowas habe ich natürlich bekommen, als grad einer geschlossen wurde – der kam also nicht mehr in Frage. Nachdem ich mir ein paar angeschaut hatte, hab ich mich testweise für OpenNIC entschieden. Seinen Router (oder die Internetverbindung des PCs, so man denn keinen Router hat) auf einen anderen DNS-Provider umzustellen ist auch gar nicht schwierig – man muss nur ein paar IP-Adresseinträge ändern.

Obwohl es durchaus mehrere Kandidaten für einen Testlauf gab, wollte ich auf kommerzielle Angebote zunächst einmal verzichten (damit meine ich nicht, dass die Namensauflösung kostenpflichtig ist, sondern, dass auf andere Weise mit dem Root-System Geld gemacht wird – bin im Zweifelsfall immer eher skeptisch bei sowas).

OpenDNS hat zwar einen wohlklingenden Namen (erinnert so an «open source»), war mir aber ebenfalls unsympathisch, da man hier die Praxis, die ich bereits von meinem Internet Provider hasse, nämlich bei nicht gefundenen Webseiten auf irgendwelchen (mit Werbung vollgeklatschten) Suchseiten umzuleiten, anwendet. Außerdem setzt OpenDNS verschiedene Filterlisten gegen Phishing etc. ein – was zwar eine nette und eventuell auch gut gemeinte Idee sein mag, allerdings halte ich generell nichts davon, den Zugriff auf bestimtme Seiten/Domains verwehrt zu bekommen. Unabhängig davon, was sich (angeblich) auf dieser Seite befinden mag.

Auch lege ich keinen Wert darauf, dass vermeintliche Vertipper meinerseits irgendwie ‹korrigiert› werden… zu groß scheint mir die Chance, dass dabei doch mal was schiefgeht. Oder bin ich da etwa paranoid?

Hinzu kommt noch, dass auf deren Seite selbst steht, dass einige Nutzungsdaten aufgezeichnet werden (zwar nur kurz, aber immerhin) und man, um gewisse Dinge abzustellen, sich dort erstmal einen Account anlegen muss. Und das war jetzt nicht unbedingt das, was ich wollte.

Zur generellen Funktionalität kann ich bisher noch nichts sagen, da ich noch keine funktionsfähige interne Adresse innerhalb des OpenNIC-Namespaces gefunden hab (alle URLs führen nur zur Fehlerseite irgendeines Webhosts) und ich den Service auch noch nicht lange genug nutze. Alle ‹normalen› Internetadressen werden aber wie gewohnt aufgelöst… bis auf eine: meine eBay-Auktion. Soll das ein subtiler Hinweis sein?

Ich werd euch (wen rede ich damit eigentlich an?) dazu auf jeden Fall auf dem Laufenden halten.

Pirate Bay: 50% der Anklagepunkte fallen gelassen

17. Februar 2009

Anscheinend wurde bereits am zweiten Prozesstag die Hälfte der Anschuldigungen gegen die Betreiber des BitTorrent-Trackers Pirate Bay fallen gelassen, da die Beweise fehlerhaft waren.

Filesharing per Mail?

31. Januar 2009

Wie ich so neulich auf gulli las, kam mir eine – zugegebenermaßen vermutlich nicht sehr originelle – Idee, die ich euch trotzdem nicht vorenthalten möchte.

Und zwar dachte ich mir, wie im obigen Beitrag schon angedeutet, dass man ja eigentlich einen Account bei einem Freemail-Anbieter für Filesharing-Zwecke nutzen könnte. Es müsste sich doch nur jemand einen Account bei einem beliebigen Freemail-Anbieter (aufgrund des ca. 7GB umfassenden Speicherplatzes drängt sich Googlemail dabei ja gradezu auf… aber ich schweife ab) erstellen, dessen Nutzername und Passwort keinerlei Verbindung zur eigenen Person aufweisenen – natürlich sollte man dabei entsprechende Anonymisierungsdienste zum Verschleiern der IP benutzen – und diese dann (mehr oder weniger) öffentlich zugänglich machen. Danach kann man dort dann so viele Dateien ‹parken›, wie man möchte. Und jeder, der sich einloggt, könnte sie runterladen…

Ist das nicht irgendwie verlockend? Man könnte sogar Wunschlisten und dergleichen anlegen, wie in einem klitzekleinen Forum… selbstverständlich könnte man kein riesengroßes Dateiarchiv anlegen – nicht mit ein paar Gigabyte (wenn überhaupt). Andererseits kann man sich ja auch einfach mehrere Benutzerkonten anlegen.

Kommt mir irgendwie bekannt vor…

25. Januar 2009

Das Europawahlprogramm der Grünen bzw. zumindest die entsprechende Meldung auf heise (man möge mir verzeihen, dass ich mir nicht gleich das komplette Programm durchgelesen hab) liest sich eigentlich fast wie das Programm der Piratenpartei (auch wenn die bisher keine Kultur-Flatrate fordern). Nicht, dass ich das schlecht fände – je mehr sich mit diesen Themen auseinandersetzen und sie auch noch unterstützen, umso besser!

Allerdings hab ich bei den Grünen mittlerweile so meine Zweifel, ob die das auch ernst meinen… oder eher: ob sie das später auch einlösen würden (unabhängig davon, was die sich jetzt denken). Die Erfahrung spricht leider eher dagegen. Schade eigentlich.

Was im Übrigen nicht heißen soll, dass ich diese Forderungen und Ideen so pauschal unterstützen würde. An so manchem Punkt habe ich dann doch noch meine Zweifel (namentlich diese Kultur-Flatrate… das riecht mir irgendwie zu sehr nach GEZ, ob mit oder ohne 2.0).

Miranda vs. Psi – Die Rückkehr

24. Januar 2009

Da ich die beiden Programme jetzt schon seit einiger Zeit mehr oder weniger parallel testen konnte, muss ich doch noch mal einige Worte zum Thema verlieren.

Ich bin ja auf meinem Hauptrechner – wie schon erwähnt – von Psi auf Miranda umgestiegen aufgrund dessen OTR-Unterstützung. Trotz weniger Jabber-Kontakte hatte ich sogar schon mal Gelegenheit, diese auszuprobieren. Ich bin mir aber noch immer nicht ganz sicher, ob auch alles korrekt funktioniert hat, da ich beispielsweise nie aufgefordert wurde, irgendwelche Fingerprints zu überprüfen oder geteilte Geheimnisse einzugeben, obwohl das in fast jedem Tutorial so nachzulesen ist.

Davon abgesehen haben sich aber mittlerweile auch ein paar andere Vor- und Nachteile der beiden Klienten herauskristallisiert. Zwei davon finde ich persönlich besonders nervig – zum einen funktioniert die Übermüttlung von verschlüsselten Offline-Nachrichten mit dem SecureIM-Plugin nicht korrekt, so dass der Empfänger jedesmal nur verschlüsselten Buchstabensalat erhält (dies scheint nicht mal zu funktionieren, wenn man die Verschlüsselung für Offline-Messages komplett ausschaltet).

Außerdem will, zumindest bei mir, die Dateiübertragung partout nicht funktionieren – weder zu Miranda, noch Psi oder Pidgin (oder umgekehrt), während ich damit bei Psi keinerlei Probleme hatte oder habe. Allerdings konnte ich in den umfangreichen Optionen von Miranda keine Einstellungsmöglichkeit für einen File-Transfer-Port finden, so dass es sein könnte, dass dieser ganz einfach von meinem Router blockiert wird. Allein, ich habe keine Ahnung, welcher das sein könnte.

Bei Psi hingegen habe ich immer noch das Problem, dass das Programm immer automatisch in ein Chat-Fenster springt, sobald man eine Nachricht erhält – auch, wenn diese Option im Menü eigentlich ausgeschaltet hat. Sehr irritierend,w enn man grade versucht, jemandem eine Nachricht zu schreiben und dabei ständig die Fenster hin- & herspringen. Hinzu kommt natürlich die nicht vorhandene OTR-Unterstützung.

Die große Anpassungsfähigkeit Mirandas an den eigenen Geschmack ist hingegen ein eher zweischneidiges Schwert – zum einen kann man sich das Programm tatsächlich nahezu komplett persönlich einrichten, andererseits muss man das auch fast schon, um es halbwegs vernünftig (d.h. mit den gängigen Funktionen eines Instant Messengers) nutzen zu können. Was auch der Grund ist, weswegen ich auf den meisten anderen von mir verwendeten Rechnern noch Psi verwende – keine Lust, alles noch mal einzurichten *g*

Und weil’s so lustig war, hier noch mal die Vor- und Nachteile in tabellarischer Form:
 

Miranda IM

+ OTR
+ sehr anpassbar
+ Verschlüsselung kann, sofern möglich, standardmäßig eingeschaltet werden
- nur für Windows
- File Transfer funktioniert nicht
- Probleme beim Übertragen von verschlüsselten Offline-Nachrichten
- zu Beginn viele Anpassungen nötig, die in den meisten anderen Programmen bereits vorhanden sind
- einloggen nur mit einem Account zur Zeit möglich (gibt Plugins)
 

Psi

+ Multi-Plattform
+ mehrere Accounts gleichzeitig nutzbar
+ einige nützliche Funktionen standardmäßig implementiert
- keine OTR-Unterstützung
- Verschlüsselung muss für jede Session manuell eingeschaltet werden
- Programm springt automatisch zu einem Fenster, wenn dort eine Nachricht erhalten wird
- weniger Personalisierungsmöglichkeiten
 

Und zum Schluss ein Überblick über meine kompletten Messenger-Eskapaden: