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Themenarchiv: Linux

Mailinglisten verwalten mit Thunderbird

25. Juni 2009

Nicht nur, weil das vorhin bei den Jungen Piraten angesprochen wurde, sondern auch, weil es da generell öfter mal Verwirrung auf den von mir abonnierten Listen zu geben scheint (und ich auch selbst anfangs so meine Übersichtsprobleme hatte), hier mal eine kurze und hoffentlich nützliche Einführung, wie man sich die Verwaltung von einer oder mehreren Mailinglisten-Abonnements mit einem Mailclient (in diesem Fall Thunderbird) erleichtern kann.

Wohlgemerkt: Keine dieser Dinge ist notwendig, um eine ML zu benutzen. Es erleichtert lediglich die Übersicht.
 

Übersicht:

 
Mozilla Thunderbird ist für Windows und Linux verfügbar, die Arbeitsschritte sind nahezu die selben (sollte es Abweichungen geben, versuche ich, diese in den Erklärungen zu berücksichtigen) und sollten sich auch relativ problemlos auf andere Programme übertragen lassen.
 

1. Thunderbird installieren

Eine Erklärung, wie man sich in Thunderbird ein E-Mail Konto einrichtet, gibt es hier (verzeiht mir bitte, dass ich das hier nicht noch mal alles wiederhole). Die Installation von zusätzlichen Addons ist nicht erforderlich.
 

2. Ordner anlegen und Filter konfigurieren

Nachdem man eine Mailingliste abonniert hat, bietet es sich – besonders, wenn man die gleiche E-Mail-Adresse auch noch anderweitig verwenden möchte – an, die Mails an die Liste in einen Unterornder einzusortieren. Um diesen zu erstellen, einfach einen Rechtsklick auf den entsprechenden Posteingang machen und dort «Ordner erstellen…» auswählen.


 

Um nun die Mails an die Liste von Thunderbird automatisch in diesen Ordner einsortieren zu lassen, macht man wiederum einen Rechtsklick auf die E-Mail-Adresse in einer geöffneten Mail und wählt dort «Filter aus Adresse erstellen» aus. In den Filtereinstellungen wählt man dann aus, dass, sofern im An: oder Cc: die Adresse der Mailingliste auftaucht, sie in den entsprechenden Ordner verschoben wird (man kann selbstverständlich auch einen anderslautenden Filter erstellen, z.B. für X-BeenThere – dafür am besten einfach mal den Header durchschauen).


 

3. Übersicht verbessern

Zur generellen Verbesserung der Übersichtlichkeit im nun angelegten Ordner empfiehlt es sich, von der ‹normalen› (unsortierten) Struktur auf Sortierung nach Themen umzuschalten. Dafür unter Ansicht -> sortieren nach -> Gruppiert nach Thema (im letzten Abschnitt).


 

Falls man nun plötzlich einen Haufen offener Threads hat, kann man diese bequem per Eingabe von \ (Alt Gr+ß) schließen.
 

4. Allgemeine Tips

Wenn man eine Antwort an einen Themen-Thread verfasst, sollte man möglichst immer auf die E-Mail antworten, auf die man sich auch (direkt) bezieht. So kann man in Thunderbird beispielsweise auch automatisch ein Zitat einfügen lassen (hier sollten jedoch nur die wirklich relevanten Bereiche beibehalten und der Rest entfernt werden).

Verfasst man eine neue E-Mail an die Liste, sollte jedoch nach Möglichkeit darauf verzichtet werden, einfach irgendwo auf «antworten» zu klicken. Denn selbst wenn man die Betreffzeile ändert, bleiben im Header dennoch Informationen über die Einordnung der Mail erhalten, so dass sie dann bei eingeschalteter Sortierung in Threads einfach an das ursprüngliche Thema angehängt wird und so die Übersicht sehr leicht abhanden kommt.

Zu guter Letzt gibt es hier auch noch einmal ein ausführliches FAQ zum Thema Mailinglisten im Allgemeinen.

Linux für Netbook: Linux Mint

03. Juni 2009

Nun habe ich ja seit einiger Zeit meinen EeePC 901 und bin grade dabei, einige Linux-Distributionen darauf auszutesten – denn das mitgeliefterte Windows XP muss ja nicht unbedingt sein. Da sich vom zur Installation verwendeten USB-Stick allerdings nicht booten ließ und ich an fremden Sachen ungerne herumspiele, musste ich vor jedem Test eine volle Installation durchführen, was dann auch entsprechend Zeit kostete. Aber davon soll dieser Post nicht handeln.

Kurze Anmerkung vorweg: Ich nutze Linux erst seit kurzer Zeit und bin entsprechend alles andere als darin bewandert. Wenn ich also schreibe, ich hätte eine bestimmte Option nicht gefunden, heißt das nicht, dass diese nicht existiert. Ansonsten schildere ich selbstverständlich nur meine persönlichen Eindrücke und erhebe keinerlei Anspruch auf irgendwas.

Als ersten Kandidaten hatte ich – auch aufgrund meiner auf dem Desktop PC sehr angenehm zu benutzenden Kubuntu-Installation – mal kurzzeitig Eeebuntu ausprobiert (mit XFCE als Desktop-Umgebung). Da ich es dort allerdings nicht einmal schaffte, überhaupt irgendein WLAN-Menü aufzurufen, flog es auch relativ schnell wieder runter (man merkt schon: zu dem Zeitpunkt hegte ich noch die Hoffnung, es gäbe eine Distribution, bei der das alles out of the Box funktionieren würde).

Direkt danach habe ich mir dann mal versuchsweise Linux Mint mit Fluxbox raufgezogen, obwohl das eigentlich gar keine netbook-spezifische Version ist. Entsprechend ist das ganze auch recht lahm – sogar langsamer als das immer noch vorhandene XP. Dummerweise habe ich es auch nicht geschafft, die Schriftgröße des Rechtsklickmenüs sowie der Fenstertitel in der Taskleiste/Toolbar zu erhöhen, obwohl dies für die Leiste an sich (Datumsanzeige, etc.) funktioniert hat. So passiert es leider oft, dass Teile von Fenstern zu groß für das Display geraten und während der Benutzung umständlich verschoben werden müssen.

Ansonsten komme ich mit Felicia ganz gut zurecht, allerdings habe ich es trotz tatkräftiger Unterstützung nicht geschafft, kabellos ins Netz zu kommen. Als das dann auch bei einem Feldversuch unter Windows nicht wollte, machte sich in mir schon die Befürchtung breit, irgendwas sei kaputt. Glücklicherwiese behob eine Treiber-Neuinstallation hier jedoch dieses Problem. Ich hätte ja nie gedacht, dass sowas tatsächlich mal funktioniert…

Linux Mint ist allerdings nach wie vor drahtlos offline. Ich habe auch keine Ahnung, was ich da noch probieren soll – habe alle Treiber durchprobiert, das ganze sowohl per Wicd-Manager als über’s Terminal zu starten versucht und alles war mehr oder weniger erfolglos. Aufgrund der Geschwindigkeitsprobleme scheint es mir aber sowieso vernünftiger, noch mal ein paar Alternativen durchzuprobieren. Ganz oben auf meiner Liste stehen dabei #! und Easy Peasy – falls die auch nichts nützen, muss ich wohl auf die Ubuntu-Version von MobLin warten.

Intrepid Ibex

07. Mai 2009

So, ich habe nun Kubuntu von CD noch mal komplett neu installiert und dank der großartigen Hilfe von Richi und Robert ließen sich auch die meisten Nutzereinstellungen relativ stressfrei wieder aufspielen (nur die ~3,5 Programme, die ich in der Zwischenzeit aufgespielt hatte, mussten natürlich noch mal installiert werden). Bisher scheint auch alles einwandfrei, sprich: wie vorher, zu funktionieren.

Vor dem nächsten Upgrade mach ich dann ein komplettes System-Backup…

(Jetzt stellt sich nur noch die Frage, warum ich mich eigentlich für ein 64Bit-System entschieden hab.)

Welches Linux für mein Netbook?

03. Mai 2009

Nach einigem Hin & Her und längerem Grübeln ist es nun endlich soweit – ich habe mir ein Netbook bestellt. Angekommen ist es noch nicht, aber umso länger kann ich mich noch auf meinen EeePC freuen. Und mir überlegen, mit welchem Betriebssystem ich es bestücken werde, denn das vorinstallierte Windows XP wollte ich nicht nehmen. Erstens steige ich ja sowieso grade um und zweitens scheint die Leistung auch nicht perfekt an die Ansprüche eines Netbooks angepasst zu sein.

Abgesehen davon… all die Möglichkeiten! Ich bin direkt mal wieder überfordert und weiß gar nicht, was ich nehmen soll. Da ich mich auch auf dem Desktop zunächst für Kubuntu entschieden hatte, wäre ja Eeebuntu naheliegend. Wie bereits dem Namen zu entnehmen ist, ist die Distribution explizit auf EeePCs ausgelegt (läuft allerdings auch auf dem Acer Aspire One).

In die gleiche Richtung geht dann auch Easy Peasy (ehemals «Ubuntu Eee»). Auf der Website wird sich in Bezug auf Netbooks allerdings nicht auf ein bestimmtes Gerät festgelegt. Leider wird auch sonst mit Informationen eher gegeizt (mich interessiert dabei ja vor allem die ungefähre Größe einer fertigen Installation, da 12GB nun wirklich nicht allzu viel Speicherplatz sind).

Und dann gibt es da ja noch Eeedora… zumindest so halb. Nach einer Unterhaltung von neulich interessiert mich Fedora ja schon etwas (nicht, dass ich jetzt viel darüber sagen könnte – oder es eine Linux-Distribution gäbe, die ich prinzipiell erstmal uninteressanter fände… es sei denn vielleicht, es wäre eine kommerzielle Variante). Da ich ja eher so zu den DAUs zähle, bin ich natürlich etwas skeptisch – aber zumindest werde ich das ganze bis zur Ankunft meines neuen Babys Spielzeugs mal im Auge behalten.

Zu guter Letzt gibt es auch noch einige Distributionen, die zwar nicht explizit auf Netbook-Gebrauch ausgelegt sind, aber trotzdem passend und kompatibel zu sein scheinen. So macht Linux Mint beispielsweise einen vernünftigen Eindruck auf mich – andererseits kenne ich mich ja auch wieder nicht wirklich umfassend aus. Der Fokus auf niedrige Hardware-Anforderungen scheint aber schonmal netbook-kompatibel zu sein; auch die umfassende Multimedia-Unterstützung ist sicherlich nicht verkehrt, wenn man nicht erstmal stundenlang basteln will (hierzu sei im Übrigen angemerkt, dass ich auch unter Kubuntu eigentlich keine Kompatibilitätsprobleme hatte… andererseits habe ich meinen Scanner auch gar nicht erst versucht, zum Laufen zu bringen).

Ebenfalls reizvoll ist natuerlich auch die Idee, einfach Xubuntu zu installieren (gibt auch schon eine angepasste Version für Netbooks). Neuere Releases von Mandriva scheinen auch eee-freundlich zu sein.

So viele Möglichkeiten… so wenig Ahnung!

P.S. Warum gibt es die 20GB-Linux-Version des EeePC 901 eigentlich nicht in Deutschland…? Sie wäre so perfekt gewesen, dass ich kaum noch hätte drüber nachdenken müssen!

Jaunty Jackalope

30. April 2009

Generell habe ich ja immer ein eher schlechtes Gefühl bei Updates (Sicherheitsaktualisierungen einmal ausgeschlossen). Bei der neuen Version von Kubuntu, «Jaunty Jackalope», verhielt es sich auch nicht anders. Natürlich war ich dann aber doch zu neugierig/eifrig und habe trotzdem aktualisiert (vielleicht wollte ich mir aber auch einfach keine Paranoia vorwerfen lassen). Selbstverständlich haben sich meine Befürchtungen bewahrheitet – abgesehen davon, dass vorher alles hübscher war (aber über sowas kann man ja durchaus hinwegsehen), funktionierte nach dem Upgrade zunächst mal Psi nicht mehr und wollte ohne jegliche Fehlermeldung partout nicht mehr connecten.

Da eine Installation der vorherigen Version keine Besserung brachte, mir außerdem die neue Oberfläche von Amarok nicht gefiel (irgendwie umständlich und… benutzerunfreundlich), manifestierte sich in mir also der Wunsch nach einer Rückkehr zu Intrepid Ibex. Nun bietet Linux leider keine komfortable Möglichkeit, einmal durchgeführte Updates wieder loszuwerden. Mit ein wenig Gefrickel schien es aber trotzdem zumindest möglich zu sein, so dass ich es selbstverständlich ausprobieren musste.

Das Ergebnis der ganzen Aktion ist nun, dass die grafische Benutzeroberfläche komplett verschwunden ist und Linux nur noch ins Terminal bootet… in dem ich dann wiederum ständig mit Fehlermeldungen à la «diesen Befehl gibt es nicht, aber die Fehlermeldung, die jetzt eigentlich erscheinen sollte, haben wir heute auch nicht im Angebot» konfrontiert werde.

Als professioneller DAU habe ich jetzt natürlich keine Ahnung, wie genau ich das wieder hinbiegen könnte… aber auf eine komplette Neuinstallation von CD habe ich auch keine große Lust (wenn ich allein schon an die ganzen Einstellungen denke, die ich dann wieder machen muss!).

Ich fing echt grad an, Linux zu mögen…

Erste Schritte mit Kubuntu

14. April 2009

Ich verfasse diesen Beitrag grade aus meiner noch recht frischen Kubuntu-Installation heraus. Habe es endlich mal geschafft, meine Testpläne bezüglich Linux in Angriff zu nehmen. Bisher habe ich nebenher noch Windows installiert (allein aufgrund einiger Applikationen, die nur dort laufen). Aber mal sehen, wie ich mit Kubuntu so klarkomme – oder ob ich eventuell noch mal ein paar andere Distributionen ausprobiere.

Bisher läuft alles soweit ganz in Ordnung, habe noch ein paar Eingewöhnungsprobleme und nerve mit Freuden einige Jabber-Kontakte mit irgendwelchen DAU-Problemen. Aber die waren bisher auch alle hilfsbereit genug, so dass ich nicht gleich die Lust verloren habe (an dieser Stelle also noch mal danke an meine tapferen kleinen Helferlein *g*).

Werde mich also die nächsten Tage neben den alltäglichen Sachen ein bisschen mit der Einrichtung meines neuen (zweiten) Betriebssystems befassen.

Ubuntu Privacy Remix

23. November 2008

Für Leute, die schon immer mal Linux austesten wollten oder eine einfache Lösung für die Erhöhung der Sicherheit & Privatsphäre am PC benötigen, für den könnte Ubuntu Privacy Remix interessant sein (natürlich auch für alle anderen).

Dabei handelt es sich um ein Projekt, dessen Ziel es ist, eine auf Ubuntu Linux basierende Live-CD zu erstellen, die eine abgeschottete Arbeitsumgebung darstellt. Erreicht werden soll dies einerseits durch die enthaltenen Programme (Verschlüsselungs-Software etc.) als auch durch ihre CD-Natur, die verhindern soll, dass unbemerkt schädliche Dateien oder Programme gespeichert werden. Zudem kann sie auch nicht mit dem Internet agieren, was den Zugriff von außen (z.B. durch Schad-Software) generell einschränken soll.

Ich persönlich finde die Idee ziemlich cool und praktisch (besonders für die etwas fauleren unter uns) und auch eine gute Gelegenheit, um mal ein wenig in Linux hineinzuschnuppern, ohne gleich irgendwelche Verpflichtungen einzugehen. Werde das ganze demnächst auf jeden Fall mal testen.

Übrigens gibt es auch einen neuen Pirate Stick, der in eine ähnliche Richtung geht (umfassendes «Sicherheitspaket» auf einem Trägermedium, das zur sofortigen und mobilen Nutzung verwendbar ist – allerdings handelt es sich dabei natürlich nicht um ein gleichermaßen abgeschottetes System, da der USB-Stick unter dem normalen Betriebssystem verwendet werden kann).