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Themenarchiv: Windows

Miranda auf Dual Monitor – oder auch nicht (Update)

22. September 2009

Nach einer leicht ausgeuferten (und so eigentlich auch nie geplanten) «Sommerpause» melde ich mich nun auch endlich mal mit einem neuen Post zurück… und dem Vorsatz, dieses Blog in Zukunft wieder etwas häufiger mit neuem Inhalt zu versorgen. Da ich mich aber nicht gleich übernehmen will, fang ich mal klein an.

Als ich durch Zufall an einen zweiten Monitor gelangte, war meine Freude natürlich groß. Auch die Einrichtung als Dual Monitor erwies sich zumindest unter Windows als recht simpel (an Linux arbeite ich noch), auch wenn die Desktop-Gestaltung etwas mehr Optionen bieten könnte, aber das sind im Grunde nur Kleinigkeiten, die die Funktionalität nicht einschränken. Gedämpft wurde diese Freude allerdings, als ich feststellen musste, dass Miranda anscheinend nicht gut mit zwei Monitoren klarkommt.

Zunächst betraf es nur mein Popup-Plugin (es wurden nämlich einfach keine mehr angezeigt – und das trotz vorhandenen Dual-Monitor-Optionen). Das war zwar ein wenig ärgerlich, aber ich hab es erstmal so hingenommen. Es gibt schließlich wichtigeres. Irgendwann stellte ich jedoch fest, dass ich aufgrund eines Darstellungsfehlers in Nachrichtenfenstern auch keine Texte mehr tippen, ergo auch keine Nachrichten verschicken konnte. Kurioserweise trat dieser Fehler anfangs jedoch nicht sofort auf, sondern zeigte sich erst später (mindestens eine Message Session habe ich während der Zeit selbst gestartet).

Zwar benutzte ich aufgrund anderer Probleme noch Miranda 0.7.19, ein Update auf die aktuelle Version schaffte allerdings auch keine Abhilfe. Genauso wenig half eine Deaktivierung des fraglichen Plugins. (Anscheinend lag es doch daran, ich hatte bloß vergessen, ein auf die Popup-Funktion zurückgreifendes Plugin ebenfalls zu deaktivieren) Nicht mal eine Suche im Support-Forum oder über Google Ixquick haben mich bisher weitergebracht. Vielleicht finde ich aber doch noch eine Lösung… ansonsten muss ich eben wieder auf Psi umsteigen (das ich auch derzeit wieder nutze), das kürzlich in der Version 0.13 erschienen ist.

Nachtrag: Wie es aussieht, hängt das ganze doch mit den Popups zusammen, allerdings hängt der Fehler anscheinend bei NewStatusNotify (es könnte auch an Popup Plus liegen, allerdings habe ich kein anderes Plugin installiert, das auf dessen Funktionalität zurückgreift, so dass sich das schlecht überprüfen lässt).

Jemand eine Empfehlung für ein Miranda-Plugin, das mir Statusänderungen auch bei zwei Monitoren als Popups anzeigt…? Benutze jetzt erstmal Status Floater, das ohne Popup Plus auskommt und in etwa die gleiche Funktionalität bietet, allerdings hat es auch weniger Anpassungsmöglichkeiten (und die Fensterchen sind nicht so hübsch *ähem*). Vielleicht gibt es ja irgendwann mal ein Update, das dieses Problem behebt…

Mailinglisten verwalten mit Thunderbird

25. Juni 2009

Nicht nur, weil das vorhin bei den Jungen Piraten angesprochen wurde, sondern auch, weil es da generell öfter mal Verwirrung auf den von mir abonnierten Listen zu geben scheint (und ich auch selbst anfangs so meine Übersichtsprobleme hatte), hier mal eine kurze und hoffentlich nützliche Einführung, wie man sich die Verwaltung von einer oder mehreren Mailinglisten-Abonnements mit einem Mailclient (in diesem Fall Thunderbird) erleichtern kann.

Wohlgemerkt: Keine dieser Dinge ist notwendig, um eine ML zu benutzen. Es erleichtert lediglich die Übersicht.
 

Übersicht:

 
Mozilla Thunderbird ist für Windows und Linux verfügbar, die Arbeitsschritte sind nahezu die selben (sollte es Abweichungen geben, versuche ich, diese in den Erklärungen zu berücksichtigen) und sollten sich auch relativ problemlos auf andere Programme übertragen lassen.
 

1. Thunderbird installieren

Eine Erklärung, wie man sich in Thunderbird ein E-Mail Konto einrichtet, gibt es hier (verzeiht mir bitte, dass ich das hier nicht noch mal alles wiederhole). Die Installation von zusätzlichen Addons ist nicht erforderlich.
 

2. Ordner anlegen und Filter konfigurieren

Nachdem man eine Mailingliste abonniert hat, bietet es sich – besonders, wenn man die gleiche E-Mail-Adresse auch noch anderweitig verwenden möchte – an, die Mails an die Liste in einen Unterornder einzusortieren. Um diesen zu erstellen, einfach einen Rechtsklick auf den entsprechenden Posteingang machen und dort «Ordner erstellen…» auswählen.


 

Um nun die Mails an die Liste von Thunderbird automatisch in diesen Ordner einsortieren zu lassen, macht man wiederum einen Rechtsklick auf die E-Mail-Adresse in einer geöffneten Mail und wählt dort «Filter aus Adresse erstellen» aus. In den Filtereinstellungen wählt man dann aus, dass, sofern im An: oder Cc: die Adresse der Mailingliste auftaucht, sie in den entsprechenden Ordner verschoben wird (man kann selbstverständlich auch einen anderslautenden Filter erstellen, z.B. für X-BeenThere – dafür am besten einfach mal den Header durchschauen).


 

3. Übersicht verbessern

Zur generellen Verbesserung der Übersichtlichkeit im nun angelegten Ordner empfiehlt es sich, von der ‹normalen› (unsortierten) Struktur auf Sortierung nach Themen umzuschalten. Dafür unter Ansicht -> sortieren nach -> Gruppiert nach Thema (im letzten Abschnitt).


 

Falls man nun plötzlich einen Haufen offener Threads hat, kann man diese bequem per Eingabe von \ (Alt Gr+ß) schließen.
 

4. Allgemeine Tips

Wenn man eine Antwort an einen Themen-Thread verfasst, sollte man möglichst immer auf die E-Mail antworten, auf die man sich auch (direkt) bezieht. So kann man in Thunderbird beispielsweise auch automatisch ein Zitat einfügen lassen (hier sollten jedoch nur die wirklich relevanten Bereiche beibehalten und der Rest entfernt werden).

Verfasst man eine neue E-Mail an die Liste, sollte jedoch nach Möglichkeit darauf verzichtet werden, einfach irgendwo auf «antworten» zu klicken. Denn selbst wenn man die Betreffzeile ändert, bleiben im Header dennoch Informationen über die Einordnung der Mail erhalten, so dass sie dann bei eingeschalteter Sortierung in Threads einfach an das ursprüngliche Thema angehängt wird und so die Übersicht sehr leicht abhanden kommt.

Zu guter Letzt gibt es hier auch noch einmal ein ausführliches FAQ zum Thema Mailinglisten im Allgemeinen.

Klassischer Fall von Self-Pwnage

31. Januar 2009

Muhahahaha… das beste Argument gegen Kopierschutzvorrichtungen jeglicher Art hat die Content-Industrie mal wieder selbst geliefert: Gears of War läuft aufgrund des Kopierschutzes seit dem 29. nicht mehr.

*prust*

Miranda vs. Psi – Die Rückkehr

24. Januar 2009

Da ich die beiden Programme jetzt schon seit einiger Zeit mehr oder weniger parallel testen konnte, muss ich doch noch mal einige Worte zum Thema verlieren.

Ich bin ja auf meinem Hauptrechner – wie schon erwähnt – von Psi auf Miranda umgestiegen aufgrund dessen OTR-Unterstützung. Trotz weniger Jabber-Kontakte hatte ich sogar schon mal Gelegenheit, diese auszuprobieren. Ich bin mir aber noch immer nicht ganz sicher, ob auch alles korrekt funktioniert hat, da ich beispielsweise nie aufgefordert wurde, irgendwelche Fingerprints zu überprüfen oder geteilte Geheimnisse einzugeben, obwohl das in fast jedem Tutorial so nachzulesen ist.

Davon abgesehen haben sich aber mittlerweile auch ein paar andere Vor- und Nachteile der beiden Klienten herauskristallisiert. Zwei davon finde ich persönlich besonders nervig – zum einen funktioniert die Übermüttlung von verschlüsselten Offline-Nachrichten mit dem SecureIM-Plugin nicht korrekt, so dass der Empfänger jedesmal nur verschlüsselten Buchstabensalat erhält (dies scheint nicht mal zu funktionieren, wenn man die Verschlüsselung für Offline-Messages komplett ausschaltet).

Außerdem will, zumindest bei mir, die Dateiübertragung partout nicht funktionieren – weder zu Miranda, noch Psi oder Pidgin (oder umgekehrt), während ich damit bei Psi keinerlei Probleme hatte oder habe. Allerdings konnte ich in den umfangreichen Optionen von Miranda keine Einstellungsmöglichkeit für einen File-Transfer-Port finden, so dass es sein könnte, dass dieser ganz einfach von meinem Router blockiert wird. Allein, ich habe keine Ahnung, welcher das sein könnte.

Bei Psi hingegen habe ich immer noch das Problem, dass das Programm immer automatisch in ein Chat-Fenster springt, sobald man eine Nachricht erhält – auch, wenn diese Option im Menü eigentlich ausgeschaltet hat. Sehr irritierend,w enn man grade versucht, jemandem eine Nachricht zu schreiben und dabei ständig die Fenster hin- & herspringen. Hinzu kommt natürlich die nicht vorhandene OTR-Unterstützung.

Die große Anpassungsfähigkeit Mirandas an den eigenen Geschmack ist hingegen ein eher zweischneidiges Schwert – zum einen kann man sich das Programm tatsächlich nahezu komplett persönlich einrichten, andererseits muss man das auch fast schon, um es halbwegs vernünftig (d.h. mit den gängigen Funktionen eines Instant Messengers) nutzen zu können. Was auch der Grund ist, weswegen ich auf den meisten anderen von mir verwendeten Rechnern noch Psi verwende – keine Lust, alles noch mal einzurichten *g*

Und weil’s so lustig war, hier noch mal die Vor- und Nachteile in tabellarischer Form:
 

Miranda IM

+ OTR
+ sehr anpassbar
+ Verschlüsselung kann, sofern möglich, standardmäßig eingeschaltet werden
- nur für Windows
- File Transfer funktioniert nicht
- Probleme beim Übertragen von verschlüsselten Offline-Nachrichten
- zu Beginn viele Anpassungen nötig, die in den meisten anderen Programmen bereits vorhanden sind
- einloggen nur mit einem Account zur Zeit möglich (gibt Plugins)
 

Psi

+ Multi-Plattform
+ mehrere Accounts gleichzeitig nutzbar
+ einige nützliche Funktionen standardmäßig implementiert
- keine OTR-Unterstützung
- Verschlüsselung muss für jede Session manuell eingeschaltet werden
- Programm springt automatisch zu einem Fenster, wenn dort eine Nachricht erhalten wird
- weniger Personalisierungsmöglichkeiten
 

Und zum Schluss ein Überblick über meine kompletten Messenger-Eskapaden:

Miranda-Plugins

18. Dezember 2008

Wie in einem anderen Beitrag schon angedeutet, habe ich mein Miranda nach einer kurzen Eingewöhnungsphase erstmal randvoll mit Plugins zugeklatscht. Einige davon nützlich und sinnvoll, die meisten aber eher nur komfortabel. Aber immerhin.

Da das ganze zumindest einen kleinen Teil meiner kostbaren Freizeit (insbesondere die zwischen Aufstehen und Zur-Schule-Fahren) gefressen hat, stell ich die von mir derzeit verwendeten hier mal kurz vor.

Die Plugins sind übrigens teilweise – wie Miranda selbst ja auch – quelloffen oder aber teilweise auch ‹nur› Freeware. Mich persönlich hat das jetzt allerdings nicht allzu sehr gestört – dem Anspruch, nur freie Software einzusetzen, ist auf einem Rechner mit Windows als Betriebssystem ja ohnehin zum Scheitern verurteilt.
 

Crypto++
Keine Ahnung, was es genau tut, aber es wird auf jeden Fall von SecureIM benötigt.

Fullscreen Detector
Wie der Name sagt, überprüft das Plugin in bestimmten Abständen, ob eine Vollbild-Applikation läuft und ändert dementsprechend den Status. Ob es wirklich funktioniert, weiß ich nicht – kann es ja schlecht sehen. Bisher hat sich das ganze eher durch nervige Fragen bezüglich meines Status’ bemerkbar gemacht, wenn ich wieder auf dem Desktop war.

Gamer Plugin
So ähnlich wie letztgenanntes, überprüft dieses Plugin unter anderem auf Fullscreen-Anwendungen und gibt dann entsprechende Mitteilungen aus. Besonders hierbei ist dann, dass je nach laufender .exe angezeigt wird, welches Spiel man grad spielt. Habe ich momentan allerdings nicht aktiviert.

Last seen Plugin
Zeigt an, wann ein Kontakt zuletzt online war. Ehrlich gesagt hat dieses Plugin für mich relativ wenig Nutzen, aber nun ja… was einmal da ist…

NewStatusNotify
Benachrichtigt einen, wenn ein Kontakt seinen Status ändert. Benötigt Popup Plus.

OTR
Ermöglicht per Off-the-Record Messaging verschlüsseltes Chatten mit Leuten, deren Klienten ebenfalls OTR unterstützen.

Popup Plus
Wird für verschiedene andere Plugins, die mit Popups arbeiten, benötigt.

SecureIM
Plugin zum Nachrichtenverschlüsseln, ünterstützt unter anderem PGP/GPG.

Shhh on Idle
Verhindert das Abspielen von Geräuschen, sobald man sich im Idle-Zustand befindet.

Startup Sound
Macht ein Geräusch, sobald Miranda gestartet wird. Eigentlich sinnlos, aber ich hab’s aus Psi irgendwie liebgewonnen.

StartupStatus
Mit diesem Plugin wechselt man beim Start von Miranda automatisch in einen vordefinierten Status (standardmäßig ist man offline und muss erstmal manuell verbinden).

Tooltip Info bzw. Tipper YM
Zwei unterschiedliche Plugins, die beide in etwa das gleiche tun – sie zeigen ein QuickInfo bzw. Popup an, sobald man mit der Maus über einen Nick in der Kontaktliste fährt. Der Unterschied besteht dabei lediglich in der Ausführung – während Tip Info wirklich nur ein ganz schnödes Windows-QuickInfo-Fenster erzeugt, gibt es mit Tipper YM ein stilisiertes Popup.

So ist ersteres dadurch zwar schön schlank und minimalistisch (ich mag sowas ja), allerdings können weder Grafiken (Avatar, Status-Icon etc.) angezeigt noch Textformatierungen verwendet werden. Dafür übernimmt es automatisch das vordefinierte QuickInfo-Design von Windows. An Tipper YM wiederum stören mich hauptsächlich die vordefinierten optischen Aspekte. Zwar kann man die Hintergrundfarbe ändern – allerdings auch nur umständlich über ein zu erstellendes Hintergrundbild – jedoch lässt sich die Textfarbe nicht ändern. Da die standardmäßige Hintergrundfarbe Schwarz ist, meine Desktop-Umgebung allerdings relativ hell, passt das ganze also eher nicht so. Ein heller Hintergrund funktioniert allerdings auch nicht so recht, da sich dann die Schriftfarbe nicht mehr genügend abhebt. Habe gesehen, dass man den Kram doch umstellen kann, allerdings in einem eigenen Menü an anderer Stelle, nicht direkt bei den restlichen Tipper-Einstellungen.

Immerhin kann man bei beiden Plugins die angezeigten Informationen modifizieren.
 

Und dazu kommt dann übrigens noch mal ein ganzer Arsch voll Icons (nicht, dass ich einen Fimmel bezüglich solcher – an sich natürlich unwichtigen – Kleinigkeiten hätte; es ist nur… die Original-Icons von Miranda waren einfach ziemlich hässlich, da hat sich eine Änderung quasi aufgedrängt)…

Auf der Suche nach dem perfekten Jabber-Klienten

11. Dezember 2008

Ich suche ja noch immer nach einem Klienten für XMPP, der allen meinen Ansprüchen gerecht wird. Bisher bin ich aber leider noch nicht fündig geworden. Nun ist das ja immer so eine Sache mit den Wunschvorstellungen – sobald man da etwas konkretere hat, stellt sich meistens heraus, dass genau diese nicht (zusammen) verfügbar sind. Hat man jedoch keine, fällt die Entscheidung in aller Regel umso schwerer.

Aber was will ich eigentlich? Nun, zunächst mal natürlich Unterstützung für SSL/TLS und Verbindungen über Proxys. Das haben sogar die meisten Programme. Dann wird’s allerdings haarig: PGP und OTR. Jawohl. Bevor das jetzt jemand anmerkt – ich weiß, dass sowohl Miranda als auch Pidgin/Carrier dies bieten. Die beiden gefallen mir aber wiederum von der Bedienung nicht sonderlich (außerdem meine ich, mal gelesen zu haben, dass sich das PGP-Plugin von Pidgin nicht an irgendwelche Standards hält und daher inkompatibel mit anderen Messengern ist).

Achso, und frei sollte er natürlich auch sein.

Insbesondere Miranda fand ich auf den ersten Blick absolut kompliziert… und ich hab leider nicht zu viel Zeit übrig (noch hab ich die Lust), um mir das alles im Detail anzuschauen.

Für Psi – der momentane Instant Messenger meiner Wahl – gibt es anscheinend ein inoffizielles Plugin, mit dessen Hilfe OTR unterstützt wird. Allerdings erscheint mir die «Installation» irgewndwie recht aufwändig – bin mir nicht mal ganz sicher, ob das ganze überhaupt unter Windows funktioniert. Zumal einer der Links, von dem man angeblich was runterladen soll, tot ist. Dennoch habe ich mir vorgenommen, das ganze bei der nächsten Gelegenheit mal auszuprobieren.

Apropos «inoffiziell»… gab es da nicht auch noch einen Fork von Gajim, der OTR noch unterstützt? Nach dem sollte ich mich vielleicht auch mal umschauen. Kann ja nicht schaden.

Übrigens – falls jemand irgendwelche Empfehlungen diesbezüglich aussprechen möchte: Immer her damit!

Zum Glück interessiert mich GTA IV sowieso nicht

03. Dezember 2008

Sonst hätte ich jetzt wohl nicht nur ein Problem. Allein wegen des ganzen DRM- & Zwangsinstallationsscheißes käme das ja mal gar nicht in die Tüte auf den Rechner.

Was ich bei Installationen hasse…

02. Dezember 2008

…wenn ich nicht gefragt werde, wohin ich überhaupt installieren will.

…wenn es verschiedene Installationstypen gibt («normal», «vollständig» etc.), aber nirgendwo erklärt wird, was diese bedeuten.

…wenn ohne zu fragen Desktop-Symbole oder sonstige Verknüpfungen erstellt werden.

…wenn ungefragt Zusatzprogramme installiert werden.

…wenn überhaupt Zusatzprogramme installiert werden (können); auch wenn man das manuell noch abschalten kann.

…wenn der Standardordner nicht C:/Programme/$PROGRAMM ist.

…wenn die Installation Fullscreen ist.

…wenn ich erst durch den Lizenzvertrag durchscrollen oder einige Sekunden warten muss, bevor ich weiterklicken kann (glauben die, dann liest diese Teile eher jemand?). Jaja, ich weiß… eigentlich sollte ich das durchlesen… (sind in Deutschland sowieso nichtig)

…wenn die Installation durch irgendwelche optischen/akustischen Effekte, eingefügte Videos/Bildchen etc. ‹aufgehübscht› wird. Kostet nur unnötige Rechenzeit und verwirrt im Zweifelsfall bloß.

…wenn die Installation zu lange dauert (>15 Minuten).

…wenn unnötige Sachen in die Registry geschrieben werden.

…wenn ich vorher erstmal einen ellenlangen CD-Key eingeben oder sonstwie beweisen muss, dass ich auch ‹berechtigt› bin.

…wenn ich für den Installationsprozess im Internet sein und/oder mich irgendwo registrieren muss.

…wenn sich das ganze nicht mehr ordnungsgemäß (= vollständig) entfernen lässt oder nach der Deinstallation leere Ordner zurückbleiben.

Zugegebenermaßen, der letzte Punkt bezieht sich zum Teil auf Deinstallationen. Aber trotzdem.

E-Mails verschlüsseln mit Thunderbird & OpenPGP

11. Oktober 2008

Da ich schon öfter Beschwerden à la «das ist mir zu kompliziert» oder «ich weiß doch gar nicht, wie das überhaupt geht» bekommen hab, sollen diese hier nun Lügen gestraft werden. Denn: Verschlüsselt mailen ist gar nicht so schwer! Man muss sich nur ein paar Minuten auf den Hintern setzen und ein paar Programme installieren (allerdings scheint allein das einigen Leuten schon zu viel des Aufwands zu sein – diese bitte den Artikel überlesen, woanders hinklicken und weiterhin schön Daten an Schäuble senden).
 

Übersicht:

 
Erklärt werden soll das ganze hier für den Mail-Klienten Mozilla Thunderbird und dessen Plugin Enigmail, sowie OpenPGP als Verschlüsselungsmethode. Man braucht dafür:

Empfehlenswert, aber nicht unbedingt nötig:

Die Links sind auch später noch mal in den einzelnen Abschnitten angegeben.
 

1. Thunderbird installieren

Als ersten Schritt würde ich empfehlen (auch wenn die Reihenfolge nicht ausschlaggebend ist; außer vielleicht, man probiert, das Addon vor dem eigentlichen Programm zu installieren), Mozilla Thunderbird herunterzuladen und zu installieren. Der Installationsprozess dürfte sich dabei mehr oder weniger von selbst erklären. Nachdem Thunderbird installiert ist, kann man sich dort ein Konto einrichten (sollte man vorher Outlook oder Outlook Express als Mail-Client benutzt haben, besteht die Möglichkeit, Konten automatisch zu importieren).
 

Um ein neues Konto anzulegen, klickt man (in der deutschen Version von Thunderbird) unter «Extras» auf «Konten…» und wählt dann unten links in der Ecke die Option «Konten hinzufügen…» aus.
 

Daraufhin kommt man zum Konto-Assistenten:

Hier natürlich «E-Mail Konto» auswählen.
 

Der Name ist dann frei wählbar, bei der E-Mail Adresse kommt die, für die das Konto erstellt werden soll, hinein.
 

Ob IMAP oder POP3 hängt vom Mail-Anbieter ab, genauso wie die einzugebende Server-Adresse (bei kostenlosen Anbietern müssten diese Informationen in der Regel auf deren Websites zu finden sein; bei privatem Webhosting hängt das ganze vom Angebot usw. ab, steht in der Regel aber auch auf den Seiten des Anbieters). Bei POP ist ein globaler Posteingang dann sinnvoll, wenn man ohnehin nur ein Mail-Konto hat. Bei mehreren Konten (oder Einrichtung eines Zweitkontos) sollte diese Option deaktiviert werden, damit die Mails getrennt zugestellt werden.

Der Benutzername wird wiederum vom Anbieter gestellt, die Konten-Bezeichnung hingegen ist frei wählbar (z.B. «Luke Skywalker» oder einfach «Mein Konto»). Nachdem alle Eingaben gemacht wurden auf «Fertig stellen« klicken.

Jetzt muss in der Regel noch ein Postausgangs-Server eingerichtet werden. Dafür unter «Extras» -> «Konten…» in der linken Spalte nach unten scrollen (falls möglich) und «Postausgang-Server (SMTP)» auswählen.
 

Hier nun, wie üblich, rechts auf «Hinzufügen…» klicken. Die Details sind auch wieder vom Anbieter der Wahl vorgegeben (im Zweifelsfall einfach nachfragen).
 

2. Enigmail installieren

Nun wird das Thunderbird-Addon Enigmail heruntergeladen und installiert. Dafür erst die Datei herunterladen und an einem beliebigen Ort abspeichern, anschließend Thunderbird starten, unter «Extras» auf «Add-ons…» klicken und im sich öffnenden Fenster den Reiter «Erweiterungen» auswählen (sollte standardmäßig aktiviert sein). Hier nun auf «Installieren…» klicken und anschließend die eben runtergeladene Datei auswählen, auf «Öffnen» klicken und im Installationsfenster dann mit «Jetzt installieren» dien Installationsprozess starten.

Danach muss Thunderbird dann gegebenenfalls neugestartet werden. Bevor noch weitere Einstellungen in Thunderbird vorgenommen werden, sollte allerdings erstmal folgendes gemacht werden:
 

3. GnuPG installieren

Damit Enigmail funktioniert, reicht es eigentlich aus, GnuPG zu installieren. Da es sich dabei jedoch um ein reines Kommandozeilenprogramm ohne User Interface handelt und nicht jeder gleich gut mit sowas zurechtkommt, empfehle ich persönlich im Zweifelsfall, ein zusätzliches GUI-Frontend zu verwenden. Ich selbst benutze dafür WinPT (Achtung: GnuPG ist dabei in der WinPT-Installation bereits enthalten, muss also nicht noch einmal extra installiert werden).

Nachdem nun eines der beiden oben genannten Programme installiert ist (ich führe die Anleitung zur Schlüsselerstellung hier mit WinPT fort – wer GnuPG nutzen will, kann hier eine nützliche Anleitung für das Erstellen eines Schlüsselpaars finden), wird es gestartet. WinPT startet dabei im Systemtray (die Leiste unten rechts neben der Uhr :p) und muss erst durch Doppelklick geöffnet werden.
 

Hier wird nun mittels «Key» -> «Erstelle…» ein neues Schlüsselpaar (privater und öffentlicher Schlüssel) erstellt.
 

Mehr Informationen zur Schlüssellänge kann man ebenfalls hier bekommen. Man beachte jedoch, dass 1024 Bit in der Regel zu klein und somit unsicher ist (ich selbst habe die größtmögliche Schlüssellänge gewählt, was allerdings jeder für sich entscheiden sollte).

Bei «E-Mail Adresse» ist die Adresse einzugeben, für die der Schlüssel sein soll. Im Kommentar könnte man eventuell darauf hinweisen, dass es sich um einen Schlüssel zur Verschlüsselung von E-Mails (und nicht z.B. Instant-Messenger-Nachrichten) handelt. Ich habe bei mir also einfach «E-Mail» dort eingetragen. Unter «Key Expiration» kann optional ein Verfallsdatum des Schlüssels festgelegt werden; ansonsten ist er ohne Beschränkung gültig.

Letztendlich ist unter «Mantra» noch das Passwort für den Schlüssel einzutragen. Ich denke, Richtlinien zu möglichst sicheren Passwörtern dürften allgemein bekannt sein – zur Sicherheit aber trotzdem noch mal:

  • möglichst lang
  • Kombination aus Groß- & Kleinschreibung, Ziffern & Sonderzeichen
  • keine mit der Person verknüpften Daten (z.B. Geburtsdaten, Namen von Freunden etc.)

Natürlich sollte man sich die Passphrase trotzdem noch merken können, denn sobald man sie sich zur Entlastung des Gedächtnisses irgendwo aufschreiben muss, ist die Sicherheit passé.

Das Erstellen der Schlüssel dauert mitunter einige Minuten.
 

4. Enigmail konfigurieren

Nun wird wieder zurück zu Thunderbird gewechselt. Hier sollte nun in der Menüleiste der Punkt «OpenPGP» auftauchen. Vorsichtshalber sollte man hier unter «Einstellungen…» überprüfen, ob auch der korrekte Pfad zu GnuPG angegeben ist (falls nicht, kann man diesen auch manuell angeben – für gewöhnlich befindet sich die gpg.exe im GnuPG-Verzeichnis von WinPT, also z.B. C:/Programme/WinPT/GnuPG/gpg.exe).

Wenn die erweiterten Einstellungen («Experten-Einstellungen zeigen») aktiviert werden, können hier zusätzliche Einstellungen vorgenommen werden (dazu muss das Menü einmal neu geöffnet werden). Zum Beispiel können hier zusätzliche Schlüssel-Server angegeben oder Empfängerregeln festgelegt werden.

Nachdem dies erledigt ist, öffnet man erneut die Konten-Übersicht und wählt das zuvor erstellte Konto aus. Hier nun in der linken Spalte «OpenPGP-Sicherheit» auswählen.
 

Hier sollten nun die gezeigten Optionen angehakt werden:

  • OpenPGP-Verschlüsselung für diese Identität aktivieren
  • Spezielle OpenPGP-Schlüssel-ID verwenden (hier den zuvor erstellten Schlüssel auswählen)

Zusätzlich kann man entscheiden, ob Nachrichten standardmäßig verschlüsselt und/oder unterschrieben werden sollen (einzelnen E-Mail-Adressen kann man über die Empfängerregeln öffentliche Schlüssel zuweisen). Sofern man den eigenen Schlüssel irgendwo hochgeladen hat, kann man ganz unten im Feld «Sende URL, um Schlüssel zu empfangen» die Adresse des Schlüssels eingeben. Ansonsten ist es auch möglich, lediglich die ID des Schlüssels mitzusenden, so dass sich der Empfänger den Schlüssel dann selbststaendig von einem Keyserver holen kann.
 

5. E-Mails signieren & verschlüsseln

Will man nun endlich signierte und verschlüsselte E-Mails verschicken, geht man wie folgt vor: Erst wie ganz gewöhnlich über «Verfassen» eine neue Nachricht erstellen. Bevor man diese absendet dann oben im Menü unter «OpenPGP» (Schlosssymbol links neben dem Symbol für S/MIME) die gewünschten Optionen anhaken und auf «Senden» klicken, danach den gewünschten Schlüssel auswählen oder gegebenenfalls importieren/herunterladen (dies kann auch über das Hauptmenü unter «OpenPGP» -> «Schlüssel verwalten» -> «Datei» -> «Importieren…» vorgenommen werden).

Sowohl zum Öffnen als auch zum Versenden von verschlüsselten Nachrichten muss für gewöhnlich die Passphrase des Schlüssels eingegeben werden.
 

So, ich hoffe, ich konnte damit zumindest irgendwem behilflich sein. Für Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Jabber-Klienten im Vergleich

08. Oktober 2008

Da ich nach bzw. während des Umstiegs auf XMPP als freies Protokoll zwangsläufig das ein oder andere Programm zur Nutzung von Jabber ausprobiert habe und ich im Vorfeld doch leicht überfordert ob der großen, etwas unübersichtlichen Auswahl gewesen bin, dachte ich mir, es wäre vielleicht mal nützlich, enige der von mir ausprobierten Klienten näher vorzustellen.

Zur Auswahl stehen dabei ausschließlich Programme, die auch unter Windows laufen, da dies mein momentanes Betriebssystem ist. Ich beziehe sowohl Multi-Protokoll- als auch ausschließliche Jabber-Messenger mit ein.

Anmerkung: Ich erhebe hierbei selbstverständlich weder Anspruch auf Vollständigkeit noch Umfang der ‹Tests›. Ich habe jedes Programm nur in soweit ausprobiert, wie es mir passte und wie ich Lust hatte. Dass ich dabei mitunter etwas übersehen habe, ist nicht auszuschließen und sogar wahrscheinlich. Wer auf Nummer sicher(er) gehen willte, sollte sich noch mindestens eine Zweitmeinung einholen. Oder muss auch selbst testen.
 

Übersicht:

 
Miranda IM

Dies war einer der ersten Instant Messenger, den ich für meine Testzwecke ausgewählt hatte. Hauptsächlich aufgrund seiner Verbreitung und der Tatsache, dass ich schon etwas darüber gehört hatte.

Ich muss allerdings gestehen, dass diese Liaison nicht sehr lange anhielt. Denn sehr weit über das Starten des Programms bin ich gar nicht hinausgekommen. Zwar habe ich es durch eine automatische Anmeldeaufforderung geschafft, meinen ICQ-Account über Miranda zu nutzen, zur Anlegung eines Jabber-Kontos kam es jedoch nicht.

Vielleicht fehlte mir einfach die nötige Geduld, aber nachdem ich mich durch das komplette Menü mit sämtlichen Optionen, Reitern und Untermenüs für – zumindest gefühlt – jeden Schatten und jede Rahmenbreite geklickt hatte, war meine Motivation, noch irgendwas auszuprobieren, doch deutlich geschrumpft. Die Frage, wo und wie man nun XMPP als Protokolloption hinzufügt, erschloss sich mir allein durch das Programm nicht.

Es stellte sich dann heraus, dass man da wohl noch etwas zusätzlich installieren oder zumindest in den Miranda-Ordner kopieren muss (kann mich leider nicht mehr ganz genau erinnern; da aber auch das Hauptprogramm keiner Installation bedarf, denke ich nicht, dass das irgendwo anders nötig war). Das habe ich dann auch getan, Erfolg stellte sich allerdings keiner ein. Auch danach fand sich nirgendswo eine Option zur Aktivierung von Jabber.

Dazu muss ich sagen – auch wenn das natürlich subjektiv ist (wie ohnehin alles, also wen interessiert’s) – dass mich auch das optische Design von Miranda (z.B. das der Chat-Fenster) nicht grade anspricht, so dass die Entscheidung, um dieses Programm lieber einen Bogen zu machen, relativ schnell gefällt war.

Möglicherweise hätte es einfach nur einer etwas längeren Anlaufzeit bedurft, um mit Miranda warm zu werden. Wer weiß? Ich muss allerdings sagen, dass ich diese Geduld nicht hatte. Hier zeigt sich meines Erachtens eindeutig, dass mehr Optionen nicht immer automatisch auch besser sind, sondern im Gegenteil auch sehr vorzüglich zur Verwirrung des Nutzers beitragen können, wenn dieser nur DAU genug ist (= ich).

Nachrichten können von Haus aus mit einem eigenen Algorithmus verschlüsselt werden, allerdings ist dieser damit leider auch nur zu Miranda kompatibel. Weiterhin existiert auch noch ein Plugin für Off-the-Record Messaging und eins für GnuPG.

Aber immerhin ist es Open Source.
 

Pidgin

Noch ein Multi-Protokoll-Messenger (der gleich mit einem ganzen Rattenschwanz an unterstützten Protokollen daherkommt, darunter unter anderem übrigens auch SILC), und genauso wie Miranda auch quelloffen.

Glücklicherweise hatte ich mit Pidgin auch nicht so viel Startschwierigkeiten wie mit Miranda, so dass ich mir nicht mehr ganz so beschränkt vorkam. Immerhin habe ich es problemlos geschafft, Verbindungen über ICQ und XMPP herzustellen (weitere Protokolle sollten zunächst einmal nicht Teil des Tests sein).

Das Aussehen etc. dürfte wie üblich Geschmackssache sein; negativ auf fällt dagegen eher die Neigung von Pidgin, hin & wieder mal ohne Vorwarnung abzustürzen (andererseits… Abstürze mit Vorwarnung wären wiederum auch irgendwie seltsam, oder?). Dies passierte in den – allerdings auch relativ kurzen – Probeläufen zwar eher selten, aber immerhin passierte es.

Weitere Pluspunkte für Pidgin wären dagegen die Unterstützung von sowohl OTR als auch OpenPGP zur Verschlüsselung (beides per Plug-in möglich); jedoch habe ich gelesen, dass die PGP-Verschlüsselung nicht standardkonform und somit nur zu Pidgin selbst kompatibel ist. Bin mir allerdings nicht hundertprozentig sicher, da ich es nicht ausprobieren konnte (bisher hat sich leider noch niemand bereit erklärt, mit mir verschlüsselte Nachrichten zu schicken).

Als Derivat von Pidgin hat sich übrigens Carrier entwickelt, das ich aber noch nicht ausführlicher getestet hab.
 

Psi

Hierbei handelt es sich nun um den ersten Jabber-only-Klienten. Genau wie die vorigen ist Psi ebenfalls frei und unterstützt zudem Verschlüsselung per (messenger-übergreifend kompatiblem) OpenPGP, SSL/TLS sowie Zugriff über Proxy (z.B. TOR). Für Linux gibt es auch ein OTR-Plugin.

Die Aufmachung von Psi kommt insgesamt sehr schlicht daher, optisch nutzt es das momentane Windows-Theme anstatt eigener Grafiken. Das Optionsmenü ist ebenfalls übersichtlich gehalten, wichtige Einstellungen sind jedoch vorhanden und in der Regel einfach zu finden.

Bei meiner Installation gab es jedoch auch noch ein paar kleinere Bugs zu bemängeln. So springt das Programm trotz nicht aktivierter Option im menü bei mehreren offenen Chatfenstern zwischen diesen hin und her, sobald man im jeweiligen eine neue Nachricht erhält (was beim Eintippen einer Antwort schon mal gehörig auf den Keks gehen kann).

Einen richtigen Absturz hatte ich trotz längerer Nutzung (Psi ist momentan mein Standard-Klient) noch nicht, allerdings passiert es mir manchmal, dass das Kontaktlistenfenster nur noch im Umriss geladen wird, ohne, dass der Inhalt geladen wird (d.h. ich kann meine Kontakte nicht mehr sehen), so dass ich dann in der Regel einen Neustart hinlege.
 

Coccinella

Coccinella habe ich mir hauptsächlich aufgrund seiner Jingle-Unterstützung angesehen. Diese wird bisher nämlich leider weder von Psi noch von Pidgin angeboten. Zusätzlich zu Voice over IP bietet Cocchinella übrigens die Möglichkeit, sich auf einem Whiteboard kleine Bildchen zu kritzeln, was zumindest irgendwie lustig ist (dieses bieten allerdings, meine ich zumindest, auch Pidgin und Carrier).

Zur Verbindung mit dem Server werden TLS und SASL geboten.
 

Spark

Noch so ein Kandidat, dessen Nutzung bzw. ausgiebige Erprobung vermutlich mehr Zeit in Anspruch genommen sowie ein wenig Hineinfuchsen vorausgesetzt hätte. Da ich mich zu dem Zeitpunkt, als ich mir Spark testweise installierte, jedoch mit Psi bereits einen (für mich) praktischen, einfach verständlichen und nicht überladenen Klienten gefunden hatte, war die Motivation nicht eben groß.

Ausprobieren wollte ich das ganze, wie bei Coccinella, aufgrund seiner Jingle-Implementierung. Zu einem Testlauf ist es aber leider nie gekommen, da ich schon am Login-Screen scheiterte (so langsam zweifle ich wirklich an meiner Intelligenz auf dem Gebiet).

Sobald man das Programm startet, öffnet sich zunächst mal ein AIM-ähnlicher Bildschirm, auf dem lediglich nach Name, Passwort etc. gefragt wird; keiner Kontaktliste oder sonstige Benutzeroberfläche mit Optionen oder dergleichen. Was genau ich falsch gemacht hab, kann ich nicht sagen – rein kam ich jedenfalls nicht. Angeblich falsches Passwort. Da auf der Seite auch keine Anleitung vorhanden war, habe ich das ganze Unterfangen recht schnell aufgegeben.

Hinzu kam noch, dass Spark sich ungefragt in den Autostart schrieb (msconfig) und so mit jedem Systemstart geladen wurde, obwohl ich das gar nicht wollte (dies wurde bei der Installation auch nicht abgefragt). Aus dem Menü ließ sich aber immerhin schließen, dass auch eine Proxy-Verbindung unterstützt wird.
 

Mir fällt grade auf, dass es sich bei allen erwähnten Programmen um Open-Source-Anwendungen handelt… hätte ich also gar nicht immer extra erwähnen müssen.

Sobald ich Zeit (und natürlich Lust) hab, werd ich zu den nur kurz angerissenen Programmen eventuell etwas ausführlicher schreiben (oder das gleiche Spiel noch mal mit SILC-Klienten spielen, mwaha).